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Buch über Kupfergeschirr : Kulinarische Kupferkultur

Man kann nicht nur viel in Kupfer kochen, sondern auch viel darüber schreiben. Bild: Weyersberg

Es gibt viele Freunde von Kupfergeschirr. Das besondere an dem Material ist seine Wärmeleitfähigkeit. Wer das Buch „Kochen in Kupfer“ liest, erfährt nahezu alles über das Geschirr.

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          Wer an Weihnachten einen Topf oder eine Pfanne aus Kupfer verschenkt, kann noch schnell die passende Begleitlektüre besorgen. In dem Buch „Kochen in Kupfer“ von Stephanie Arlt und Thomas Vilgis, erschienen bei Ars Vivendi, wird nicht nur die Geschichte des Edelmetalls erzählt und der Vorteil von Kupfergeschirr beim Kochen erörtert. Ebenso beinhaltet das Buch im zweiten Teil fünfzig Rezepte. Weil einer der Autoren, Thomas Vilgis, Professor für Physik ist, vermutet man schon auf den ersten Seiten Formeln und wissenschaftliche Ausführungen.

          Doch keine Sorge. Am Anfang wird der Vorteil von Kupfer gegenüber Edelstahl und Gusseisen erst einmal einfach erklärt: „Das Metall Kupfer weist gegenüber anderen Materialien eine deutlich erhöhte Wärmeleitfähigkeit auf.“ Erst im letzten Kapitel setzt Vilgis zur „Ursachenforschung“ an.

          Dann geht es zur Sache. In dieser Tiefe, Ausführlichkeit und Klarheit haben wir noch keinen wissenschaftlichen Text über Kupfergeschirr gefunden.

          Stephanie Arlt, Thomas A. Vilgis: „Kochen in Kupfer“, Ars Vivendi Verlag, Cadolzburg 2020, 192 Seiten, Hardcover, 34 Euro.
          Stephanie Arlt, Thomas A. Vilgis: „Kochen in Kupfer“, Ars Vivendi Verlag, Cadolzburg 2020, 192 Seiten, Hardcover, 34 Euro. : Bild: Ars Vivendi Verlag

          Dennoch wollen Arlt und Vilgis ein breites Publikum ansprechen und möglichst viele Hobbyköche für Kupfergeschirr begeistern. In einem übersichtlichen und luftigen Layout werden verschiedene Arten von Kochgeschirr vorgeführt, Tipps zur korrekten Pflege und zum richtigen Umgang während des Kochens gegeben. Marc Weyersberg, der Besitzer der einzigen eigenständigen deutschen Kupfermanufaktur, kommt in einem Interview ausführlich zu Wort, und ebenso darf Gennaro Contaldo, Mentor und Lehrer von Jamie Oliver und Tim Mälzer, seine Leidenschaft für Kupfergeschirr kundtun.

          Die zweite Hälfte ist letztlich ein Kochbuch mit Rezepten von Gabriele Hussenether. Es sind überwiegend klassische und leckere Rezepte, die sich gut nachkochen lassen, in ihren Grundzügen allerdings bekannt sind. Aber es sind Überraschungen dabei wie „Risotto mit Emmer“. Zu jedem Rezept gibt die Köchin einen Tipp. Warum genau diese Gerichte am besten in Kupfergeschirr gelingen sollen, wird nicht immer erklärt. Aber wir wissen nach der Lektüre zum Beispiel, dass Marmelade im Kupferkessel besser gelingt und in einer Schüssel aus Kupfer geschlagener Eischnee stabiler ist.

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