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Reisebett für Hunde im Test : Wie man sich bettet, so bellt man

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z., Susanne Braun

Hunde können einfach auf dem Boden liegen. Müssen aber nicht. Wer seinem Tier etwas gönnen will, kauft ihm ein Reisebett. Snowy hat eines getestet.

          Braucht der Hund unterwegs eine spezielle Unterlage, um sich hinzulegen und zur Ruhe zu kommen? Liegt er nicht ebenso gut auf dem Boden? Für diejenigen, die ihrem Tier etwas Besonderes gönnen wollen, bietet das Berliner Luxuslabel Kona Cave mit einer Liegefläche von 44 × 80 Zentimeter nun auch Reisebetten an, die für größere Hunde wie Weimaraner, Schäferhund oder Labrador taugen sollen.

          Das wollen wir ausprobieren. Unser Tester ist ein Siberian Husky namens Snowy, noch nicht ganz ausgewachsen und mit vielen Flausen im Kopf. Ob diese Travel Mat von edlem Material und Design einem solchen Wildfang standhalten kann? Kaum ausgepackt, stürzt er sich gleich darauf. Zähne graben sich in die weiche Naturwolle, das aufgenähte Emblem wird begierig angeknabbert, dann lässt er sich nieder. Dabei zeigt sich, dass die Fläche für den jungen Husky gerade ausreicht, für größere Hunde dürfte es knapp werden. Doch die Ruhe ist von kurzer Dauer. Schon entdeckt er die Tragegurte und den Verschluss am Reisebett. Die sind dafür gedacht, dass Frauchen das nur 1,1 Kilo schwere Hundebett zusammengeklappt bequem und schick wie eine Handtasche über die Schulter hängen kann, wann immer Mensch und Hund gemeinsam beispielsweise in der Stadt zum nächsten Café unterwegs sind.

          Doch wir wollen ja den Ernstfall erproben

          In unserem Fall hingegen werden die Schlaufen als Beute in Angriff genommen, genüsslich eingespeichelt und nach allen Regeln der Huskykunst hin- und hergeschleudert. Uns wird angst und bang angesichts derart wilder Attacke: das teure Stück! Doch wir wollen ja den Ernstfall erproben, und so lassen wir ihn gewähren. Und erstaunlich: Trotz des rüden Umgangs ist kein merklicher Schaden entstanden. Weder Bissspuren noch ausgerissene Teile können wir entdecken.

          Die robuste Beschaffenheit tut dem ansprechenden Äußeren keinen Abbruch. Die Außenseiten des Bettes sind aus Flanell gefertigt und vermitteln ihm eine großstädtische Note, was durch die aufgenähte flache, aber große Tasche verstärkt wird. Zunächst. Doch was, wenn das Bett in der Gaststätte auf dem Boden liegt oder auf Rasen oder Ähnlichem? Ist dann die Schönheit nicht schnell dahin? Damit das nicht passiert, kann der Bezug abgezogen und in die Waschmaschine gesteckt werden. Unser Husky buddelt zudem gern im Garten, um sich danach erschöpft und dreckverschmiert auf dem Bett niederzulassen.

          So dauert es nicht lange, bis wir den Bezug waschen müssen. Die zwei Schaumstoffteile herauszuziehen und hinterher wieder in den Bezug hineinzuzwängen, gerät etwas mühsam, aber es lohnt den Aufwand. Das Reisebett schaut aus wie neu, und der Hund nimmt es sofort wieder freudig in Beschlag. Ob dieser Luxus 169 Euro wert ist, interessiert den Husky weniger, auch die wärmende Wolle ist für ihn nicht notwendig. Als Naturbursche liegt er ebenso gern auf Stroh oder blankem Boden, das täte es also auch. Aber er schaut richtig gut auf dem Bett aus und hat eine Menge Spaß damit.

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