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Radarsystem von Garmin : Radlerauge sei wachsam

Der Sensor Varia RVR 315 Bild: Hersteller

Die Gefahr kommt von hinten: Wer auf dem Rennrad unterwegs ist, fürchtet herannahende Autos. Ein Radarsystem zeigt jetzt, was kommt.

          4 Min.

          Da ist er wieder, dieser Moment der Angst. Bergabfahrt mit dem Rennrad, das Tempo liegt jenseits der 40 km/h, und urplötzlich setzt von hinten ein Auto zum Überholen an. Gehört hat es der Rennradler nicht, der Wind steht ungünstig, und die eigene Geschwindigkeit ist zu hoch. Mit dem Wissen, dass da etwas von hinten dräut, wäre man vielleicht vorsichtshalber noch weiter nach rechts gerückt, hätte die Kurve nicht so ausladend genommen, doch jetzt ist es dafür zu spät. Wer sich mit dem Rad im öffentlichen Straßenverkehr bewegt, fährt gefährlich.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Der Hersteller Garmin will jetzt mit cleverer Technik ein bisschen mehr Sicherheit bieten. Die Idee ist ein Fahrradradar, das alarmiert, wenn etwas von hinten kommt. Die Geräte laufen seit einiger Zeit unter den Namen Varia. Nun gibt es zwei neue Modelle, RTL 516 und RVR 315, die sich nicht nur hinsichtlich Größe und Bauform unterscheiden: Das höhere RTL 516 bringt ein permanent leuchtendes Rücklicht mit, so dass man besser gesehen wird. Mit Maßen von 4 × 10 × 2 Zentimeter und einem Gewicht von 71 Gramm ist diese Einheit mit beiliegendem Befestigungsmaterial schnell an der Sattelstütze befestigt. Die mitgelieferte Universalhalterung verwendet verschiedene Gummiauflagen, so dass die Befestigung auch an einer Aero-Sattelstütze gelingt. Eine gegebenenfalls unter dem Sattel befestigte Tasche könnte indes stören, und man muss darauf achten, dass die Einheit freien Blick über das Hinterrad hat.

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