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Pulsuhr Mio Alpha : Sie geht unter die Haut

Licht fühlt Puls: Mio Alpha Bild: Hersteller

Als „Produkt des Jahres“ ist die Mio Alpha auf der Ispo ausgezeichnet worden. Sie ist die erste Uhr, die ohne Brustgurt oder Fingersensor kontinuierlich den Puls misst und die Herzfrequenz anzeigt.

          Als „Produkt des Jahres“ in der Kategorie Performance ist die Mio Alpha des kanadischen Entwicklers Physical Enterprises auf der Ispo ausgezeichnet worden, weil sie die erste Uhr ist, die ohne Brustgurt oder Fingersensor kontinuierlich den Puls misst und die Herzfrequenz anzeigt. Bewerkstelligt wird das mit zwei Lichtstrahlen, die am Boden der Uhr von grünen LED auf die Haut gerichtet werden. Ein zwischen den LED angeordneter optoelektrischer Sensor erkennt wechselnde Helligkeiten unter der Haut und damit das Pulsieren des Blutes. Das wird in der Uhr umgerechnet in die Herzfrequenz, die auf dem dreifarbigen Punktmatrix-Display angezeigt wird. Dort ist außerdem neben der Uhrzeit, der durchschnittlichen Herzfrequenz und der Trainingsdauer die Intensität der Aktivitäten abzulesen.

          Hans-Heinrich Pardey

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Der Nutzer stellt eine Pulsfrequenz-Zone ein, innerhalb derer er trainieren will. Eine blaue und eine rote LED signalisieren, wenn seine Herzfrequenz diesen Bereich unter- oder überschreitet, eine grüne zeigt an, dass innerhalb der vorgegebenen Zone trainiert wird. Außerdem gibt es akustische Signale bei Abweichungen. Die 55 Gramm wiegende Uhr hat ein breites weiches Gummiarmband und erhält ihre Energie von einem Lithium-Polymer-Akku, der über eine magnetisch haftende Koppelung mit kurzem USB-Kabel aufgeladen wird. Über Bluetooth 4.0 kann die Mio Alpha (rund 200 Euro) mit einem Smartphone (iPhone und Android) und verschiedenen auf diesem laufenden Apps wie zum Beispiel Runtastic gekoppelt werden.

          Unter Nutzung des GPS im Smartphone lassen sich dann die Cardio-Daten mit der aufgezeichneten Strecke und Geschwindigkeit zusammenführen und je nach App auf Karten und in Diagrammen auswerten. Das setzt voraus, dass Läufer oder Radler außer der Uhr auch ihr Smartphone mitführen. Ein großer deutscher Sportartikelhersteller soll bereits daran arbeiten, die Technik der Mio Alpha mit den GPS-Funktionen im Uhrengehäuse unterzubringen. Das wird teurer.

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