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Portemonnaie mit Lampe im Test : Geldscheinwerfer

Partnerbörse: Ledlenser vereint Lichtspender und Kartenetui. Oben auf der Rückseite der Lichtschalter. Bild: Hersteller

Wieder einmal knapp bei Kasse? Hier ist die Geldbörse, die sich leicht wieder aufladen lässt.

          2 Min.

          Wir berichten hier über eine Erfindung, deren Bedeutung wir anfangs unterschätzt haben. Stellen Sie sich vor, Ihre Geldbörse ist leer. Nichts mehr drin. In einer solchen Situation ist es doch praktisch, wenn man die Geldbörse einfach mit der nächsten Steckdose verbinden kann. Dann ist sie bald wieder voll. Ganz einfach.

          Walter Wille

          Redaktion „Technik und Motor“

          Von leer bis voll dauert es rund zweieinhalb Stunden. 2,8 Wattstunden passen hinein, ein hübsches Sümmchen. Lite Wallet heißt das erste Portemonnaie mit integrierter Lithium-Akku-Lampe, zum Patent angemeldet von Ledlenser, dem Leuchtdioden-Experten aus Solingen. Geladen wird über ein mitgeliefertes USB-C-Kabel oder, der elegantere Weg, kabellos mittels handelsüblicher Ladestation. Mit 150 Lumen erzeugt das Etui einen kräftigen Lichtkegel, laut Datenblatt anderthalb Stunden lang.

          150 Lumen stellen die Starkstufe dar. Die ist um ein Vielfaches heller als die Leuchtfunktionen von Smartphones. Zudem gelingt das Einschalten der Lampe über eine fingerkuppengroße Taste auf der Rückseite des Lite Wallet wesentlich einfacher und stets auch einhändig. Diese Eigenschaft macht sich bezahlt, wenn das Licht im Treppenhaus immer genau dann ausgeht, wenn man den Wohnungsschlüssel ins Schloss stecken will. Beispielsweise. Für Aufgaben wie diese reicht sogar die schwächere der beiden Helligkeitsstufen, in der das Lite Wallet laut Hersteller bis zu zwölf Stunden lang mit 10 Lumen arbeitet.

          Börsenhandel: Gummiband für Scheine, dazu zwei Karten-Einschubfächer auf der linken Seite. Einige weitere Karten passen unter die Metallabdeckung rechts.
          Börsenhandel: Gummiband für Scheine, dazu zwei Karten-Einschubfächer auf der linken Seite. Einige weitere Karten passen unter die Metallabdeckung rechts. : Bild: Hersteller

          Kommen wir zur Kernfrage: Worum genau handelt es sich bei dem Ding eigentlich? Portemonnaie mit integrierter Lampe? Oder Taschenlampe im Kreditkarten-Etui? Schwer zu sagen. An der Innenseite der handschmeichlerischen Lederhülle – in acht Farben verfügbar – finden sich zwei Steckfächer im Scheckkartenformat sowie ein Gummiband, unter das man Geldscheine fädeln kann. Auf der gegenüberliegenden Seite passen unter die elastisch angebrachte Edelstahl-Abdeckung des Lampen-Bauteils einige weitere Plastikkarten. Dieses Staufach dient Ledlenser zufolge als RFID-Blocker zum Schutz persönlicher Daten.

          Münzen fanden keine Berücksichtigung im Konzept des Lite Wallet. Stecken Kredit-, Giro- und Krankenkassenkarte, Führerschein, Personalausweis und zwei 20-Euro-Noten drin, stößt es allmählich an seine Kapazitätsgrenzen und wird pummelig, so dass sich die Schnalle nicht mehr schließen lässt. Weil es kein flexibler Gegenstand ist wie ein gewöhnliches Portemonnaie, sondern ein starrer, trägt man das Ding lieber in der Jacken- oder Hemdtasche und nur ungern am Gesäß.

          Börsenaufsicht: Hülle aus Leder, Lasche mit Druckknopf.
          Börsenaufsicht: Hülle aus Leder, Lasche mit Druckknopf. : Bild: Hersteller

          Einigen wir uns darauf, dass das Lite Wallet ein, Achtung, Wortspiel, haha, Scheinwerfer der extravaganten Art ist. Es kostet rund 70 Euro und weist einen wirklich unschätzbaren Vorteil auf: Sieht es zappenduster aus um die Finanzen, hat man immer noch ein Licht.

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