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Stift von Napkin im Test : Verzieht keine Mine

  • -Aktualisiert am

Hält ewig: Die Metallspitze des Napkin Pininfarina Cambiano Bild: Hersteller

Es klingt verrückt, funktioniert aber. Mit dem Stift Napkin Pininfarina lässt sich schreiben und zeichnen, obwohl er keine Mine hat. Dabei ist diese Technik sehr alt.

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          Leonardo da Vinci soll es so gemacht haben, Albrecht Dürer ebenfalls, sogar schon die alten Römer: Schreiben mit einem Stift, der weder eine Mine enthält noch sonst wie Abrieb erzeugt, dessen spezielle Metallspitze vielmehr auf entsprechendem Untergrund einen feinen Strich hinterlässt. Oxidation ist das Geheimnis dieses Phänomens, das durch den bloßen Kontakt einer Metalllegierung mit Papier entsteht.

          In der Antike war das ein Silberstift, mit dem man auf speziell beschichtetes Pergament schrieb oder zeichnete. Als um die Mitte des 16. Jahrhunderts die Graphitmine erfunden wurde, geriet der Silberstift in Vergessenheit. Der italienische Schreibgerätehersteller Napkin nutzt diese uralte Technik zusammen mit dem Designbüro Pininfarina für eine kleine Kollektion von Stiften.

          Ihre Ethergraf genannte Spitze aus einer von Napkin entwickelten Legierung wird von Goldschmieden angefertigt und sitzt auf einem abgeflachten zylindrischen Korpus aus Aluminium und Walnussholz, den Pininfarina entworfen hat. Der 16,5 Zentimeter lange und 39 Gramm schwere Stift liegt gut in der Hand, das Schreiben mit der Metallspitze ähnelt dem mit einem harten Bleistift, geht aber nicht ganz so glatt vonstatten. Der Strich ist fein, man braucht weißes Papier, um einen deutlichen Kontrast zu erreichen. Der Ethergraf von heute schreibt ausschließlich auf Papier, allerdings jeder Sorte, und was geschrieben ist, kann man weder ausradieren noch wegwischen.

          Theoretisch ist eine Unterschrift mit einem Napkin Pininfarina Cambiano urkundenfähig. Außer dem Gefühl, mit der gleichen Technik wie große Künstler der Vergangenheit zu arbeiten, hat der Cambiano noch den Vorzug, sich nicht abzunutzen, es kann auch keine Mine abbrechen, und er hinterlässt in der Hemdentasche keine Spuren. Dass er unter widrigen Umständen noch schreiben kann, im Gegensatz zu vielen Füllfederhaltern, hat er mit Bleistiften gemeinsam.

          Das Designerstück wird in einer Box aus Walnussholz geliefert, die oben eine Ablagekerbe für den Stift hat sowie eine Öffnung, in der man ihn dekorativ im 45-Grad-Winkel aufstellen kann. In der Alu-Holz-Version kostet er in heller Zeder oder dunklerer Walnuss 99 Euro, eine rosé-vergoldete Variante gibt es für 130 Euro.

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