Redox-Flow-Energiespeicher :
Saubere Lösungen

Von Wolfgang Kempkens
Lesezeit: 3 Min.
Kraft getankt: Wie viel Energie die Batterie speichert, hängt vom Elektrolyt und der Größe der Tanks ab. Diese hier im Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal fassen 20 Megawattstunden.
Redox-Flow-Batterien haben einige Vorteile, vor allem kann ihre Kapazität mit größeren Tanks beliebig erweitert werden. Doch die flüssigen Elektrolyten waren bisher nicht umweltfreundlich genug. Das könnte nun anders werden.

Aus Lignin, dem natürlichen Klebstoff, der die Zellstofffasern in Holz zusammenhält, lässt sich einiges machen. So kann daraus in einem chemischen Verfahren der Aromastoff Vanillin entstehen, wie kürzlich Forscher der Universität Mainz gezeigt haben. Noch mehr erstaunt die Fachwelt jetzt eine Weiterentwicklung an der Technischen Universität Graz: Stefan Spirk vom Institut für Biobasierte Produkte und Papiertechnik ist es gelungen, aus diesem aus dem Lignin entstandenen Vanillin flüssige Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien herzustellen. Die meisten dieser Stromspeicher, die vielen als einer der Hoffnungsträger gelten, wenn die Energiewende gelingen soll, werden mit Elektrolyten betrieben, die aber gesundheitsgefährliche und seltene Materialien enthalten.

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