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Kapselautomat von DeLonghi : Kaffeemaschine für Kaufkräftige

Bild: Hersteller

Nespresso-Trinkern mit hohen Ansprüchen an das Aussehen dürfte DeLonghis neues Flaggschiff gefallen. Und die Lattissima Pro schäumt sogar Milch in verschiedenen Stärken. Wäre da nicht der Preis.

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          Nespresso-Trinker mit hohen Ansprüchen an das Aussehen könnten auf sie gewartet haben. Die Lattissima Pro ist das neue Flaggschiff unter den Kapselmaschinen von DeLonghi, sie kommt im Aluminiumgewand, mit Touchdisplay und leuchtendem Kapselbehälter daher. Alles wirkt edel und hochwertig, auch der Preis ist ansehnlich: 499 Euro.

          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Schon das Bedienen des Menüs in Form eines kleinen Displays führt den Kunden in eine andere Welt. Da wird man ähnlich wie bei einem Smartphone erst nach der Benutzersprache gefragt, bevor es richtig losgehen kann. Es gibt die drei reinen Kaffeearten Ristretto, Espresso und Lungo sowie die Milchkreationen Cappuccino und Latte macchiato.

          Geschäumte Milch oder heißes Wasser sind auch möglich. Wie bei der Cafissimo Latte von Tchibo und ähnlichen Produkten besteht die Idee darin, möglichst wenig Aufwand für eine Milchkreation zu haben. Auch der Lattissima Pro reicht ein Knopfdruck, um dem Kaffeefreund sein Lieblingsgetränk zu servieren. Die Stärke des Milchschaums lässt sich variieren, indem man ein Rädchen zwischen Minimum und Maximum einstellt, ein echter Mehrwert gegenüber Konkurrenzprodukten.

          Wie nicht anders zu erwarten, fordert die Latissima Pro den Nutzer nach jeder Milchzubereitung auf, den Reinigungsvorgang auszulösen. Dazu muss man das Milchstärkerädchen auf „Clean“ drehen, damit die Düse durchgespült wird. Wie andere Hersteller auch empfiehlt DeLonghi, das komplette Aufschaumset gelegentlich auseinanderzubauen und jedes Teil unter fließendem Wasser zu reinigen. Das gelingt problemlos, ist aber etwas aufwendig, wenn man nur ab und zu einen Cappuccino trinkt.

          Im alltäglichen Gebrauch funktioniert die Lattissima Pro gut. Mit dem Touchdisplay lässt sie sich leicht bedienen, wobei es normale Knöpfe auch getan hätten. Wasser-, Kapsel- und Milchbehälter sowie Auftropfschale lassen sich bequem entnehmen und rasten gut ein. Die DeLonghi ist in der Zubereitung leise und schnell. Manchmal spuckt die Aufschaumdüse etwas nach. Ist sie nicht direkt in die Mitte der Tasse gerichtet, fliegen ein paar Tropen Milch daneben.

          Was als Makel bleibt, ist der Preis. Für 500 Euro bekommt eine gute Siebträgermaschine oder gar einen Vollautomaten. Dann spart man je Tasse Kaffee einige Cent und spart Verpackungsmüll. Wer auf Nespresso-Kapseln festgelegt ist, seinen Cappuccino mit speziellem Schaum-Milch-Verhältnis trinkt und ein schickes Objekt für die Küche braucht, sollte sich die Lattissima Pro einmal genauer anschauen.

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