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Metaride von Asics im Test : Stabilbauschuhe

Metaride von Asics Bild: Hersteller

Der neue Metaride von Asics soll den Vorteil eines effizienten und ermüdungsfreien Laufens über längere Strecken hinweg bieten. Der Laufschuh hat eine ungewöhnliche Sohle.

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          Nach einigen Laufwochen mit dem Schuh Metarun von Asics kam die Meldung, dass der japanische Sportartikelhersteller einen Nachfolger auf den Weg gebracht hat. Gerade hatten wir uns an den Metarun gewöhnt. Es gibt ihn seit vier Jahren, und er wurde damals als der beste Schuh angekündigt, „den wir je gebaut haben“. Die Stichworte waren Dämpfung, Stabilität, Passform und Gewicht.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Genau diese Ankündigung wiederholt sich nun: Der neue Metaride von Asics ist seit Ende Februar im Handel, und er soll den Vorteil eines effizienten und ermüdungsfreien Laufens über längere Strecken hinweg bieten. Das spektakulärste Detail ist die rote, ungemein stabile Sohle. Es ist kaum möglich, sie in Laufrichtung oder seitlich zu verbiegen. Sind bei anderen Laufschuhen Kerben zum Abknicken eingefügt, bliebt die des Metaride komplett steif. Die Sohle besteht aus zwei Materialschichten: einer festen, die Dämpfung liefert, Energie zurückführt und Struktur gibt, und einer zweiten, die federnde, vorantreibende Eigenschaften besitzt.

          Nach vorn hin ist die Sohle zu den Zehen hin hochgebogen, sie wird dünner. Die Mittelsohle wiederum fällt mit viel Dämpfungsmaterial ausgesprochen voluminös aus. Mit dieser interessanten Bauform soll das Körpergewicht des Läufers weiter nach vorn verlagert werden. Die wiederum führt dem Hersteller zufolge zu einer Verringerung der Bewegungsamplitude im Sprunggelenk. Unterstützt werde das Ganze dadurch, dass der Masseschwerpunkt des Schuhs zur Ferse hin gerückt sei. Auf diese Weise sei es leichter, den Fuß nach vorn zu schwingen, verspricht Asics.

          Die Sohle ist eine Spezialkonstruktion.

          Auf dem Obermaterial ist rückseitig eine externe Fersenkappe angebracht, welche die Knöchelrotation reduzieren und ebenfalls für eine flüssige Laufbewegung sorgen soll. Die Sprengung liegt bei null Millimeter, der Schuh hat keine Pronationsstütze, und er wiegt 300 Gramm. Die Oberseite besteht aus Strickmaterial, das sich gut an den Fuß anpasst und als atmungsaktiv beworben wird.

          Während der ersten Läufe gefielen Passform und Komfort am Fuß deutlich besser als beim Metarun. Das Laufgefühl ist ungewöhnlich, man spürt eine Erhöhung im Mittelfußbereich und rollt darüber ab. Wer regelmäßig verschiedene Laufschuhe einsetzt, staunt doch immer wieder, wie anders es sich hier läuft. Bleibt man dem Metaride Tag für Tag treu, gewöhnt man sich an die Unterstützung im Mittelfußbereich. Von einer Schonung der Sprunggelenke war bei uns bislang nichts zu spüren. Die Dämpfung des Metaride ist nicht zu weich. Für lange Läufe in mittlerem Tempo haben wir den Metaride immer wieder gern getragen. Die Erfahrung bleibt interessant, und der empfohlene Verkaufspreis ist ebenso ambitioniert wie die Technik, denn es werden 250 Euro aufgerufen.

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