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Magic Cube von Nicer Dicer : Einmal würfeln, bitte

Ein Druck genügt und die Tomate ist zerkleinert Bild: Hersteller

Der Magic Cube von Nicer Dicer zerkleinert die Zutaten und spart dem Koch viel Zeit. Und wie lange dauert die Reinigung des Gerätes?

          2 Min.

          Der Name verschreckt ein wenig. Nicer Dicer klingt nach einem tunlichst zu meidenden Fahrgeschäft auf dem Oktoberfest, der Zusatz Magic Cube macht es auch nicht besser. Und dann die Farbe: froschgrün. Aber die mit Exaltiertheit werbende Firma Genius produziert Schneidegeräte mit einem Reiz, der verhindert, dass sich der Betrachter naserümpfend abwendet: Sie entlasten den ungeduldigen Koch. Es geht um Multischneider, die Gemüse, Obst und andere Zutaten auf unterschiedliche Arten in mundgerechte Form bringen.

          Elena Witzeck

          Redakteurin im Feuilleton.

          Nach dem Original Nicer Dicer und dem Modell Fusion hat der Hersteller Anfang September nun den Magic Cube vorgestellt, ein neues Exemplar, das wegen seiner vier Arbeitsflächen und der Kompaktheit besonders praktisch sein soll. Versprochen wird, dass er nahezu gleichzeitig Würfel, Stifte, Scheiben und Spiralen schneiden, hobeln und auch reiben kann.

          Die Funktionen sind praktisch verteilt

          Der grüne Kasten sieht zwar wie ein weiteres sperriges Küchenutensil aus, bei näherem Hinsehen sind die Funktionen aber praktisch verteilt. Auf der Oberseite befindet sich ein Hobel, unten gibt es einen Rahmen für verschiedene Messereinsätze aus Edelstahl, mit denen Würfel geschnitten werden. Die anderen beiden Seiten haben Öffnungen für eine Reibe und einen Einsatz für die Herstellung feiner Garnituren. Die zerteilten Stücke landen in einem Plastikbehälter im Inneren des Kastens. Je nachdem, was zu schneiden ist, wird der Kasten gedreht.

          Bevor das Zerstückeln beginnen kann, müssen Gemüse und Obst allerdings vorbereitet werden: Das Schälen und Anpassen an die Einsätze überlässt das Gerät dem Nutzer, und besonders viel Platz bietet die Schneidfläche nicht. Der Würfeleinsatz stellt sich schnell als eindrucksvollste Funktion des Geräts heraus. Wenn die zerkleinerten Zutaten erst einmal auf dem Raster liegen, reicht es, eine Klappe mit einem Stempelaufsatz darauf zu drücken. Kartoffeln oder Zucchiniteile lassen sich so mit einem Handgriff in viele Stücke teilen. Eine kräftige Karotte dagegen hält, an den Rand der Schneidfläche gelegt, der Hebelwirkung stand, bis sich die Plastikabdeckung biegt. Beim Öffnen hängen dann entweder Rübenstücke unbefreibar im Raster oder der Stempel im Gemüse fest.

          Praktisch, wenngleich wenig elegant, ist der sogenannte Schneidguthalter, der mit einem klobigen Plastikgriff und darunterliegenden Metallnadeln zur Befestigung der Zutaten die Finger beim Hobeln schützt. Nebenbei ist er auch nötig, denn die Klinge des Gerätes ist scharf und funktioniert überraschend gut. Gleiches gilt für die Spiralschneider, die kunstvolle Kringel erzeugen.

          Dass alle Teile des Multischneiders in den Geschirrspüler dürfen, versteht sich eigentlich von selbst, wird aber wie eine große Errungenschaft dargestellt. In der Bedienungsanleitung zählt der Hersteller für jeden Messereinsatz diverse Verwendungsmöglichkeiten auf, vom Kochschinken bis zum weichen Ei. Der Rest des Hinweisheftes ist schneideaufwendigen Rezepten wie Minestrone, Bauernsalaten und Risotto gewidmet. Auch lernt man, dass sich wohlgeformte Apfelchips mit dem Multischneider herstellen lassen. All das ist unterhaltsam und stellenweise praktisch - aber magisch ist es nicht.

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