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Roboter von Husqvarna im Test : Rasender Façonschnitt

  • -Aktualisiert am

Platzwart: Vor dem automatischen Mähen kommt das Verlegen der Begrenzungskabel, die dem Roboter das Revier abstecken. Bild: Schramm

Gatte oder Roboter? Wir haben diesen Sommer Husqvarna mähen lassen. Der kleine Helfer machte sich gut. Doch eine falsche Programmierung führte zum Waterloo.

          Wer Wert auf einen gepflegten Rasen legt, schickt regelmäßig den Gatten aufs Grün. Der mault vielleicht ein wenig, doch der meditative Charakter des Kürzens der Halme zieht meist. Oder etwa nicht? Dann ist womöglich Zeit für einen Mähroboter. Vor allem, wenn das Gelände nicht ganz einfach ist und das stundenlange Mähen ein ziemliches Maß an Kraft erfordern. Die will der berufstätige Garten- und Rasenbesitzer lieber für Tätigkeiten einsetzen, die nachhaltigere Ergebnisse zeitigen.

          Das Grundstück der Qual hat eine starke Neigung, die etwas gestückelten Rasenflächen liegen auf verschiedenen Terrassen, sind teilweise beschattet, mit daher unterschiedlichem Graswuchstempo, und sie sind nicht alle miteinander verbunden. Das hat die Eigner bisher von einem Mähroboter abgehalten.

          Dann hat sie der Automower von Husqvarna eines Besseren belehrt. Der kam mit dem Versprechen, bis zu 45 Prozent Steigung zu schaffen und vor allem mit dem Angebot eines Offroad-Kits, sprich Räder mit Stollen, damit er auch bei Nässe bergauf kommt. Diesen Automower vom Typ 420 haben wir für die zweite Hälfte der Vegetationsperiode laufen lassen. Er ist zugegebenermaßen für die Fläche etwas überdimensioniert und mit einem Preis von knapp 2600 Euro eine happige Investition, aber wir wollten sichergehen, dass er mit den Spezialitäten fertig wird.

          Einige Probleme vor dem Start

          Vor dem automatischen Mähen kommt das Verlegen der Begrenzungskabel, die dem Roboter das Revier abstecken. Das kann man selbst machen oder dem Händler überlassen, der das Gerät verkauft. Der hat gleich gesagt, was geht und was nicht. Zum Beispiel nicht die schmalen Rasenstreifen zwischen den Terrassen, auf denen sich der Mäher festfahren würde, weil er sich nicht drehen kann und weil dort das Suchkabel, an dem er sich für die Rückkehr zur Ladestation orientiert, nicht installiert werden kann.

          Rattenschaft: Die Messerchen verstecken sich beim Hochheben.

          Neben einer Treppe zwischen zwei Terrassen musste ein Streifen neu eingesät werden, damit er die starke Steigung schräg nehmen kann. Nachdem das geklärt war, ging das Verlegen des Kabels als geschlossener Kreis relativ schnell. Flächen, die nicht untereinander verbunden sind, brauchen ein Extra-Begrenzungskabel, das mit einer Verbindungsschleife an den großen Kreis anzuschließen ist. Die Ladestation wurde an der vorgesehenen Stelle installiert, der Roboter mit dem Hauptschalter auf der Unterseite zum Arbeiten vorbereitet, dann konnte er andocken zum Aufladen.

          Zuvor hatten wir uns als seine Arbeitgeber vorgestellt, indem wir ihm eine Pin verpassten, auf dass er künftig ausschließlich unsere Befehle befolge. Die bekommt er von Hand über ein Tastenfeld unter einer Abdeckung, für Dauer oder Zeit oder tägliches Arbeiten und diverse weitere Kommandos, die auf dem Bildschirm ebenso erscheinen wie der Betriebsmodus oder die Batterieladung. Das Menü lässt die Programmierung nach vielfältigen Wünschen zu, jeder Besitzer wird das nach den Gegebenheiten seines Grundstücks einstellen. Wer große, übersichtliche Flächen zu mähen hat und den Roboter über eine App fernsteuern will, kann das mit dem noch teureren Typ 450 tun, der in jeder Hinsicht noch mehr kann als der 420.

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