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Darc 100 von Gauder Akustik : Rock Me Amadeus

  • -Aktualisiert am

Darc 100 von Gauder Akustik Bild: Hersteller

Mit Saft und Kraft, aber auch mit Sensibilität und Finesse wächst der Lautsprecher Darc 100 von Gauder Akustik über sich selbst hinaus.

          3 Min.

          Mit seiner Höhe reicht er uns gerade einmal bis zur Brust, mit seiner Breite überschreitet er kaum das DIN-A4-Maß, mit seinem Klang spielt er mühelos Artgenossen an die Wand, die sich eher an den Dimensionen von Telefonzellen orientieren. In High-End-Kreisen würde das schon beinahe reichen, um Verständnis für den ambitionierten Preis des neuen Lautsprechers Darc 100 von Gauder Akustik zu wecken: Verwegene 40.000 Euro verlangt der Fachhändler für das Paar. Allen Menschen außerhalb der Szene aber müssen wir wohl ein bisschen genauer erklären, was uns eigentlich reitet, hin und wieder so tief in die Nischen des elektroakustischen Luxus zu lauschen.

          Fangen wir mit dem Entwickler an: Roland Gauder, promovierter Physiker, startete seinen Berufsweg anno 1989 beim Berliner Lautsprecher-Großkonfektionär Isophon als Chassis-Entwickler – mit höheren Ambitionen: Was Altvordere wie Thiele und Small als theoretisches General-Rüstzeug für den Lautsprecherbau formuliert hatten, fand er unzureichend, wenn es gilt, mathematische Modelle für Drei- oder gar Vierwegesysteme zu entwerfen, von konsistenten Theorien zu den beteiligten Frequenzweichen ganz abgesehen. Isophon gab 1997 seine HiFi-Sparte auf, Gauder übernahm sie, ersetzte von 2013 an die Isophon-Chassis durch feinere Ingredienzen und firmierte fortan unter seinem eigenen Namen. Seine Darc-Baureihe (in Langschrift: Dynamic Aluminium Rib Construction) lässt nun die überkommenen Rezepte weit hinter sich.

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