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Scott Kinabalu RC 2.0 im Test : Gelbe Herausforderung

Gleich nach dem ersten Waldlauf gelangte Matsch in das Obermaterial, von nun an liefen wir in Gelb mit schwarzen Einsprengseln. Bild: Hersteller

Den Kinabalu RC 2.0 von Scott wiegt nur 255 Gramm und ist von der Sohle aus konstruiert. Der Laufschuh fürs Trailrunning kostet 160 Euro.

          Knallgelb kommt er ins Haus. Es ist nicht das Gelb eines Porsche oder Lamborghini, sondern ein sehr helles, das provokativ ins Auge sticht. Lang hielt der Effekt aber nicht vor. Gleich nach dem ersten Waldlauf gelangte Matsch in das Obermaterial, von nun an liefen wir in Gelb mit schwarzen Einsprengseln, der schöne Effekt war dahin. Die Rede ist vom Laufschuh Kinabalu RC 2.0 des Herstellers Scott. Der Name bezieht sich auf den höchsten Bergs Malaysias, und man verwechsle diesen Kinabalu nicht mit dem im vergangenen Jahr vorgestellten Laufschuh gleichen Namens. Die Beigabe RC 2.0 macht den Unterschied, und unseres Erachtens hätte der Hersteller am besten einen neuen Namen gewählt, denn mit dem ursprünglichen Schuh hat der RC 2.0 nicht viel gemeinsam.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Er ist viel leichter, wiegt nur 255 Gramm und ist von der Sohle aus konstruiert, die auf den ersten Blick wenig profiliert ist. Aber Stollen sollen sicheren Halt auch bei hohem Tempo bieten. An den Seiten finden sich runde Stollen, dies bringe mehr Stabilität, vor allem in Kurven, heißt es. An der Ferse ist die Stollenposition umgedreht, um bergab ein besseres Bremsen zu ermöglichen, und der Mittelfußbereich der Sohle ist fast glatt.

          Trotzdem bietet die Sohle guten Grip, sofern der Untergrund nicht zu weich ist. Für uns saß der Schuh gut. Wie beim Kinabalu des Jahres 2018 überrascht der Vorfußbereich mit großer Breite und viel Platz. Hier wird nichts gequetscht, ein sehr angenehmes Gefühl auch bei langem Tragen. Trotz des geringen Gewichts gibt der Schuh mit konventioneller Schnürung einen guten Schutz und bietet ordentliche Passform. Die Sprengung beträgt nur noch drei Millimeter, die Dämpfung wurde ebenfalls verringert.

          Von der Sohle aus konstruiert, die auf den ersten Blick wenig profiliert ist. Bilderstrecke

          Als Zwischensohle verwendet Scott seinen kinetischen Schaum der Supertrac-Modelle, sie fällt allerdings hier etwas dünner aus. Der Kontakt zum Boden ist insgesamt sehr ordentlich, man spürt den Untergrund gut, und trotzdem wirkt der neue Kinabalu sehr komfortabel. Beim Waldlauf vermittelte er viel Sicherheit, selbst bei schnellen Bergabläufen blieb der Fuß fest im Schuh. Also insgesamt ein flacher Laufschuh mit der Traktion eines Trailrunning-Schuhs, der Hersteller spricht von einem Trailschuh, der auch für Marathondistanzen geeignet sei.

          Wie beim ersten Kinabalu bleibt der Eindruck eines empfehlenswerten Allrounders. Wie wir schon damals schrieben: Nichts drückt oder stört, und der Vorteil des Scott ist, dass er unprätentiös Distanz hält zu den anderen Rivalen im Schuhregal, die viel zu oft mit ihren Extremen hausieren gehen, besonders leicht oder besonders schnell sein wollen und dafür an anderer Stelle patzen. Der Laufschuh Kinabalu RC 2.0 kostet in Handel 160 Euro.

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