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Transportieren ohne Auto : Elektrische Lastesel

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Die praktische und umweltschonende Alternative zum Auto: Das elektrische Lastenrad ermöglicht den Transport von Großeinkäufen ganz ohne Abgase. Bild: Hersteller

Jahrzehntelang führte es ein Schattendasein: das Lastenrad. Nun erfreut es sich ungeahnter Beliebtheit. Das verdankt es nicht zuletzt seinem neuen Elektromotor.

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          Es gab - noch nicht so lang vergangene - Zeiten, da wurde mehr gehöhnt als gejammert, auf einem Fahrrad lasse sich ja nicht einmal ein Kasten Wasser sicher vom Supermarkt nach Hause bringen. Mit der Schlussfolgerung aus dieser Häme: Am privaten Autobesitz führe auch für Umweltfetischisten kein Weg vorbei. Derzeit lässt sich das Gegenteil erleben.

          Die gutgestellten Kinder von Bekannten in der großen Stadt haben seit mehr als einem Dutzend Jahren ihren Autoführerschein. Aber sie denken gar nicht daran, sich ein eigenes Auto zu kaufen. Wenn sie sich Sperriges nicht liefern lassen, sondern gelegentlich tatsächlich das Transportvolumen eines Kombis brauchen, leihen sie sich den. Weit reisen, dafür gibt es die Bahn, nicht die Autobahn.

          Für den Familienalltag vom Wocheneinkauf bis zum Transport der Kleinsten in den Kindergarten gab es zunächst einen Fahrradanhänger - und heute nun: ein Lastenrad, und zwar eins mit elektrischem Hilfsantrieb. Das wurde, weil es nicht eben billig war und auch nicht das Fahrrad für alle und jede Gelegenheiten sein kann, zusammen mit zwei befreundeten Familien aus der Nachbarschaft zu gemeinschaftlicher Nutzung angeschafft.

          Das Lastenrad dient auch Eltern zum Kindertransport.

          Jüngere Generation verzichtet oft freiwillig aufs Auto

          Nicht etwa nur aus finanziellen, sondern aus vorwiegend praktischen Gründen auf das Auto zu verzichten, ist eher die Sache einer jüngeren Generation. Und es funktioniert in einer Stadt, vor allem in einer großen, wesentlich besser als auf dem Land. Aber die Zeiten, in denen allenfalls der Bäckerjunge oder die Briefträgerin ein Lastenrad bewegten, sind deutlich erkennbar vorbei. Denn der Elektromotor hat Fahrräder aller Bautypen erreicht. (Inzwischen gibt es ja bereits elektrifizierte Kinder-Mountainbikes, auf 24-Zoll-Rädern rollend und mit serienmäßig auf 20 km/h begrenzter Unterstützung des Motors.) Bei kaum einem anderen Fahrradtyp aber erscheint die elektrische Unterstützung völlig unabhängig vom Alter der Benutzer so sinnvoll wie beim Lastenrad.

          Und so erlebt das Fahrrad mit einer richtigen Ladefläche statt eines bloß angehängten Einkaufskörbchens, mit einem verstärkten Rahmen und dementsprechend höherem Eigengewicht, vor allem aber einer hohen Zuladung eine wahre Renaissance. Statt des Begriffs Zuladung sollte man vielleicht vom zulässigen Systemgewicht sprechen, denn der Benutzer eines Lastenrads ist ja zugleich Antrieb und ein Teil der Zuladung.

          Nur ein Beispiel: Das als Tandem wie auch als Lastenrad einsetzbare Pino Steps von Hase Bikes kann bei einem Eigengewicht von 31 Kilogramm (ohne Zubehör) mit bis zu 225 Kilogramm belastet werden. Selbst beim Transport von zwei Erwachsenen ist da noch jede Menge Luft für schweres Gepäck.

          Schneller zu zweit: Das Pino Steps kann gleichzeitig Tandem und Transporteur von schwerem Gepäck sein.

          Lastenrad Pino Steps dient vielen verschiedenen Zwecken

          Das Pino wurde ursprünglich von Marec Hase als Tandem entwickelt: für einen nichtbehinderten Lenker, der hinten sitzt, und einen Passagier mit Handicaps. Der kann, muss aber nicht vorn mittreten, und hat keinen weiteren Einfluss auf die Fahrt. Beim Pino Steps wird, wie der Name andeutet, der Elektroantrieb Steps 2 von Shimano verbaut.

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