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Lego Land Rover Defender : Die junge Liebe zum SUV

  • -Aktualisiert am

Das Modell des Defender ist 42 Zentimeter lang. Bild: Peter Thomas

Erst der echte, dann die Variante aus Steinen: Den Land Rover Defender gibt es nun auch als Modell von Lego Technic. Ein gutes Jahr hat die Arbeit am Klötzchen-Kletterer gedauert.

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          Land Rover hat nicht nur den lange erwarteten neuen Defender vorgestellt, sondern auch gezeigt, wie sich spielerische Begeisterung für eine echte automobile Neuheit wecken lässt. Der Defender hatte auch als Modell von Lego Technic im Maßstab 1:10 Premiere. Die Design-Chefs Andy Wheel (Land Rover) und Milan Reindl (Lego Technic) stellten die Miniatur aus knapp 2600 Bausteinen vor und hatten sichtliche Freude an dem Auftritt.

          Ein gutes Jahr hat die Arbeit am Klötzchen-Kletterer gedauert, bei der Auto- und Spielzeugdesigner eng kooperierten. Die Herausforderung, sagt Andy Wheel, sei es gewesen, Charakter und Geist eines Fahrzeugs wiederzugeben, das ja selbst gerade erst angetreten ist, die Geschichte der englischen Geländewagen-Ikone in der Zukunft fortzuschreiben.

          Völlig neu war die Herausforderung nicht, schließlich hat die dänische Marke in den vergangenen Jahren schon mehrfach herausragende Technic-Modelle nach dem Vorbild realer Fahrzeuge veröffentlicht (unter anderem Porsche 911 GT3 RS und Mercedes-Benz Unimog U 400). Bei der Umsetzung von Karosserielinien und Designs-Details mit Lego-Elementen hat das Design-Team aus Billund Ehrgeiz gezeigt: Fast alle Elemente des Vorbilds sind mit bestehenden Legosteinen aus dem mittlerweile riesigen Baukasten des Systems nachgebildet.

          Design-Chefs Andy Wheel (Land Rover) und Milan Reindl (Lego Technic) stellten die Miniatur vor. Bilderstrecke

          Nur wenige Teile wie die Kotflügel wurden neu konstruiert. Dass dabei ein gewisser Grad an Abstraktion erreicht wird, gehört zum Charme der Technic-Miniaturen. „Wir bauen ja keine Modellautos“, bestätigt Technic-Chefdesigner Reindl: Die sofortige Wiedererkennbarkeit des Vorbilds sei zwar bei den Großmodellen der Lego-Linie für den technischen Modellbau auch wichtig. Mindestens ebenso großen Wert legten die Entwickler aber auf Funktionen und auf eine gewisse Herausforderung der Kunden beim Bau: Zu einfach soll die Montage ja auch nicht sein.

          Unter den Funktionen dürfte Modell-Ingenieure das sequentielle Vierganggetriebe besonders interessieren. Milan Reindl nannte es bei der Premiere das bisher komplexeste Getriebe eines Technic-Bausatzes. Dazu kommen unter anderem drei Differentiale, Lenkung und Einzelradaufhängung sowie eine Seilwinde.

          Das 42 Zentimeter lange Modell nimmt sich die dreitürige Explorer-Variante des kurzen Defender zum Vorbild, Klappleiter, Dachgepäckträger und Sandbleche inklusive. Die Farbgebung der Karosserie in einem hellen Olivton (mit weißem Dach) ist für Lego ungewohnt, aber insgesamt präsentiert sich der Mini-Landy stimmig. Der 180 Euro teure Baukasten kommt am 1. Oktober in den Handel. Neben Spielwarengeschäften wird auch Land Rover die Miniatur verkaufen. Die Altersangabe lautet „ab elf Jahre“. Die meisten Kästen dürften aber (wie schon bei anderen Großmodellen üblich) erwachsene Technic-Konstrukteure kaufen.

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