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Gärtnern in der Wohnung : Es grünt so grün – ganz ohne Erde

Hauptsache grün: Die Pflanzen wachsen ohne Erde. Bild: Hersteller

Kein Garten für Kräuter und Gemüse? Es geht auch ohne Erde und Sonne. Einfach die Pflanzen mit Nährlösung und LED großziehen. Geräte für zu Hause gibt es schon.

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          Wir brauchen die Erde nicht mehr. Jedenfalls nicht für die Pflanzen. Was nach Endzeitstimmung klingt, ist eine wissenschaftliche Erkenntnis, die schon sehr alt ist. Unter Hydroponik verstehen Forscher das Züchten von Gemüse, Kräutern oder Salaten ohne Erde. Die Pflanzen werden mit Nährstoffen gefüttert, die im Wasser gelöst sind. Das ist genauso natürlich wie Wurzeln in der Erde. Die Pflanzen ernähren sich dann ebenfalls von Mineralstoffen, nur dass diese erst aus der Erde herausgelöst werden müssen. Auch die Sonne brauchen wir für diese Art von Gärtnerei nicht mehr. Mit blauem und rotem Licht von LED-Leuchten, das eine bestimmte Wellenlänge hat, wird das Wachstum der Pflanzen optimal gefördert.

          Es ist nicht verwunderlich, dass die Industrie längst diese Verfahren im großen Stil für sich entdeckt hat. Beim sogenannten „vertical indoor farming“, also dem mehrstöckigen Anbau von Pflanzen, geht es um Masse. Auf der Aerofarm in Newark (New Jersey) wird Gemüse auf einer Fläche von zirka 6500 Quadratmetern gezüchtet. Das japanische Unternehmen Mirai bewässert etwa 2300 Quadratmeter, um am Tag 10 000 Salatköpfe zu produzieren.

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