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Kaffeevollautomat im Test : Die ist manchmal etwas grob

Kaffeevollautomat EQ.3 von Siemens Bild: Hersteller

Kaffeevollautomaten sind beliebt. Dafür gibt es gute Gründe. Nur übertreiben es die Hersteller mit Apps und Artenvielfalt. Doch es gibt noch Produkte wie die EQ.3, die sich aufs Wesentliche konzentrieren.

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          Eigentlich ist ein Kaffeevollautomat eine feine Sache. Bei der Bohnensorte hat man freie Wahl. Ein Knopfdruck genügt, dann übernimmt die Maschine die Verantwortung. Bedienfehler passieren nicht, weil in den Prozess der Zubereitung nicht eingegriffen werden kann. Diese wesentliche Charaktereigenschaft ist den meisten Herstellern nicht mehr genug. De Longhi, Saeco, Jura, Siemens, Krups und einige andere bewerben teure Flaggschiffe, die „18 Kaffeespezialitäten“ zubereiten können, ein „4,3 Zoll TFT-Touch-Display“ haben oder bei denen sich mit einer App „die persönlichen Vorlieben“ einstellen lassen.

          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Reicht nicht ein Automat, der Espresso, Caffè Crema, Cappuccino und Latte macchiato zubereiten kann? Ja, der reicht, und es gibt noch Maschinen, die sich aufs Wesentliche beschränken. Die EQ.3 von Siemens (Preisempfehlung ehemals 679 Euro, im Internet für deutlich unter 600 zu finden) ist so eine, sie tritt exemplarisch für diese Gattung den Test an. Zudem nutzt sie ein spezielles Verfahren, um Milch aufzuschäumen. Sie saugt nicht die Flüssigkeit aus einem Tetrapack oder Behälter mit einem Schlauch an, um die Milch dann mit Dampf zu erhitzen, sondern führt diesen direkt über eine Düse wie bei Siebträgermaschinen zu. Siemens ist nicht der erste Hersteller mit dieser Technik bei einem Vollautomaten, Krups hat sie vorher schon mit der EA 9010 eingeführt.

          Eine solche Crema schafft die EQ.3 nur auf dem Bild Bilderstrecke
          Eine solche Crema schafft die EQ.3 nur auf dem Bild :

          Sobald die EQ.3 auf der Küchenablage steht, wirkt der erste Vorteil von kompakten Vollautomaten. Sie ist schmal, wiegt nur 7,2 Kilo und nimmt wenig Platz weg. Eine ähnlich attraktive Größe hat etwa die Ena Micro 90 von Jura, die im Frühjahr ausprobiert wurde. Trotz der geringen Maße fasst der Wassertank 1,4 Liter, der Bohnenbehälter 250 Gramm. Das reicht für eine große Kaffeerunde, da die EQ.3 maximal zwölf Gramm je Getränk mahlt und presst.

          Ran an die Einstellungen!

          Doch bevor man mit einem Vollautomaten in den alltäglichen Betrieb startet, sollte man auch in diesem Fall wieder dem Motto folgen: Ran an die Einstellungen. Die Grundeinstellungen der Hersteller führen zwar zu einem Ergebnis, das sich aber nicht immer sehen lassen kann. Das gilt vor allem für den Espresso. Der erste Schritt sollte eine Reduktion der Wassermenge sein, die durch das Mehl gepresst wird. Bei der EQ.3 lässt sich das nach Gefühl ohne Milliliterangabe einstellen, indem man den Vorgang per Knopfdruck beendet, wenn die Tasse die gewünschte Füllmenge erreicht hat. Das nächste Mal hält die Maschine dann automatisch an. Im Vergleich zu Maschinen, bei denen die Wassermenge per App oder aufwendig über das Display eingestellt wird, ist diese altmodisch wirkende Methode sehr praktisch und effizient.

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