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Akku-Mäher zum Mulchen : Völlig losgelöst in der Schnittmenge

Grüne Welle in Orange: Der neue Husqvarna-Mulchmäher hat zwei Akkus Bild: Hersteller

Mulchen statt mähen und Akku statt Kabel: Das bietet Husqvarna mit seinem neuen Modell. Es ist handlich und praktisch, aber simpel verarbeitet. Und teuer.

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          Heute schon an morgen denken mag dem Hobbygärtner um diese Jahreszeit schwerfallen, doch der Frühling kommt bestimmt und mit ihm die Frage nach dem nächsten Rasenmäher. Das Kabel am elektrischen ist arge Pein, ein Benzinmotor im Wohngebiet ungern gehört. Ergo fällt der Blick auf Geräte mit Akku. Zweite Überlegung: Mulchen statt Mähen, weil das den Rasen natürlich düngt und den Weg zum Wertstoffhof erspart.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Die Schnittmenge führt zu Husqvarna, wo sich satte 26 Mäher der orangenen Oberklasse um gutes Grün kümmern, zuzüglich der praktischen Mähroboter. Letztere aber sind teuer und nicht überall einsetzbar, etwa im von Langfingern bedrohten Vorgarten. Also soll LB 146i ans Werk. Der ist der neue Akku-Mulchmäher des Hauses, Husqvarna bezeichnet ihn als sehr leichten Mäher für den Privatgebrauch. Das ist er in der Tat, mit 17 Kilogramm geht er beim Schieben locker von der Hand.

          Leise ist er zudem, und der das Testgerät versorgende 36-Volt-Akku Bli 200 hält rund 40 Minuten durch. Wer am Stück länger mähen muss, steckt einen weiteren ein, es gibt nämlich zwei Akkufächer. Die Motorsteuerung passt die Drehzahl an die Grashöhe an, wovon man nichts weiter mitbekommt, außer einem feinen und fast mühelosen Mähergebnis. Das allerdings ist teuer erkauft.

          Husqvarna fordert 349 Euro für den Mäher an sich, der in robustem, aber billig wirkendem Kunststoff geliefert wird. Der wacklige, nicht höhenverstellbare Griff passt ebenso wenig zum Anspruch wie die profane Schnitthöhenverstellung über fummelige Rasten an den Achsen. Außerdem muss natürlich ein Akku her, der Bli 200 kostet zusätzlich 239 Euro und das Ladegerät 60 Euro. Es gibt auch ein Bündelangebot für 500 Euro.

          Immerhin passt der Akku in weitere Husqvarna-Geräte, so man sie denn hat. Und Gemaule über das suboptimale Preis-Leistungs-Verhältnis hin oder her, wer einmal ohne Kabel gemäht hat, will nie wieder eines haben.

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