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HS 100 von Guinand Frankfurt : Dem schnellen Helmut zu Ehren

Geburtstagsuhr: HS 100 von Guinand aus Frankfurt Bild: Hersteller

Das erste Guinand-Modell ist weit mehr ist als eine Überarbeitung bekannter Uhren dieser Marke. Sie ist angelehnt an die Sechziger und ein Geburtstagsgeschenk.

          2 Min.

          Ihren 100. Geburtstag können nur ganz wenige Menschen feiern, in der traditionsbehafteten Uhrenbranche sind solche Jubilare noch viel seltener. Nun aber hat in Person von Helmut Sinn eine Legende dieses Wirtschaftszweigs das Jahrhundert voll gemacht. Aus dem aktiven Uhren-Geschäft ist der „schnelle Helmut“ genannte Fluglehrer zwar schon seit einigen Jahren aus Altersgründen ausgeschieden. Sein Schaffen wirkt jedoch - zum einen in der vom ihm gegründeten und von Lothar Schmidt weiterentwickelten Frankfurter Marke Sinn, zum Zweiten in Guinand. Helmut Sinn hatte diese ursprünglich aus der Schweiz stammende Marke nach dem Verkauf seiner Firma zu neuem Leben erweckt und am Main etabliert, seit 2015 befindet sie sich im Besitz von Matthias Klüh. Nun wartet der Frankfurter mit dem ersten Guinand-Modell auf, das weit mehr ist als eine Überarbeitung bekannter Uhren dieser Marke.

          Rennfahrer-Stil der Sechziger lautet das Stichwort.
          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mussten Freunde von Guinand zuletzt auf eine Uhr zum 150-Jahre-Jubiläum der Firma noch verzichten, so lässt schon der Namen der neuen Uhr keinen Zweifel am Anlass aufkommen: HS 100 hat Klüh den Chronographen benannt, der an eine Guinand aus den sechziger Jahren angelehnt ist. „Wir wollten ein Modell ihm zu Ehren machen, ohne dass Helmut Sinn draufsteht“, sagt Klüh. „Und wir wollten auch keine Replika machen.“

          So sieht die Uhr innen wie außen anders aus als das ästhetische Vorbild. In dem Edelstahlgehäuse tickt kein Handaufzugswerk, vielmehr ist es mit dem bewährten Eta-Kaliber Valjoux 7750 bestückt. Nach drei bis vier Stunden normalen Tragens am Handgelenk ist das Automatikwerk voll aufgezogen und bietet dann eine Gangreserve von 40 Stunden, wie es heißt.

          Mit dem ersten Blick auf das schwarze Zifferblatt fallen die weißen Totalisatoren auf.

          Mit dem ersten Blick auf das schwarze Zifferblatt fallen die weißen Totalisatoren auf. Sie liegen unter der indexierten „12“, neben der „9“ und über der „6“ und zeigen die gestoppten Minuten, die Sekunden und die Stunden an, während sie beim Vorbild die untere Hälfte des Zifferblatts einnahmen. Der rote Zeiger des neuen Modells gibt der Stoppminutenskala zusammen mit dem rot-schwarzen Zebramuster der Uhr eine sportliche Note: Rennfahrer-Stil der Sechziger lautet das Stichwort. Die schwarze Flieger-Lünette unterstreicht den Charakter zusätzlich, Gleiches gilt für das - eigens für die HS 100 bestellte - gelochte kernige Lederband.

          Der Chronograph bekennt sich, anders als das Vorbild, zudem zu seiner Herkunft. Unter dem in Rot gehaltenen Guinand-Logo neben der „3“ ist in Weiß „Frankfurt am Main“ gedruckt. Dort, am Firmensitz am Hausener Weg, wird die auf 100 Stück limitierte Uhr auch assembliert, wie Klüh sagt. Die Datumsanzeige hat er in Höhe der „4“ untergebracht. Stunden- und Minutenzeiger heben sich weiß vom matten Zifferblatt ab. Sie sind mit Leuchtmasse belegt, um auch in der Nacht eine optimale Ablesbarkeit zu gewährleisten. So wie es die Fliegeruhren-Tradition verlangt. Zu haben ist die HS 100 in den Verkaufsräumen von Guinand in Frankfurt und im Webshop für 1499 Euro.

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