https://www.faz.net/-gy9-q00c

Handschuhe : Weich und robust an den Fingern

  • -Aktualisiert am

Softshell in guter Form: Salewa-Handschuh Bild:

Dehnbar, atmungsaktiv und dennoch wetterabweisend: Softshell-Materialien gibt es jetzt auch bei Handschuhen. Wir haben zwei Paare von Black Diamond, eins von Salewa und eins von Ortovox ausprobiert.

          2 Min.

          Dehnbar, atmungsaktiv und dennoch wetterabweisend: Softshell-Materialien gibt es jetzt auch bei Handschuhen. Wir haben zwei Paare von Black Diamond, eins von Salewa und eins von Ortovox ausprobiert.

          "Ich bin drei Handschuhe", kann der System Glove (90 Euro) von Black Diamond für Skifahrer über sich sagen. Innen- und Außenhandschuh sind einzeln oder kombiniert zu tragen. Der innere besteht aus drei Schichten: Fleece, eine wind- und wasserabweisende Membran, außen Softshell-Material; die Grifffläche macht Gummimaterial rutschfest. Der Außenhandschuh ist aus einem robusten, dünnen Nylonmaterial, das sich innen angenehm anfühlt; seine Grifffläche besteht aus dem wunderbar weichem Leder des Herstellers Pittards. Die Paßform überzeugt. Innen- und Außenhandschuh sind weit über das Handgelenk gezogen und reichen in den Jackenärmel hinein. Als nicht so angenehm empfanden wir den Innenhandschuh, der sich ein wenig wie ein Gummihandschuh anfühlt. Die Fleece-Schicht erschien unseren moderat kälteempfindlichen Fingern als nicht sehr wärmend. Der Außenhandschuh erhöht die Isolierung kaum, bietet aber einen vorzüglichen Windschutz.

          Der Dry Tool Glove (70 Euro) aus dem gleichen Haus ist ein Arbeitshandschuh für die Freizeit. Seine Zielgruppe: Kletterer. Das Softshell-Material Extreme-WB vom schweizerischen Hersteller Schoeller ist äußerst robust, die Grifffläche mit einem sehr widerstandsfähigen Leder bezogen. Wer einen guten Griff braucht, ist hier gut beraten: Er liegt wie eine zweite, allerdings dicke Haut an der Hand an. Der Windschutz ist gut, doch die Wärmeleistung empfanden wir trotz weicher Fleece-Innenfläche als nicht sehr stark. Doch vermutlich fröstelt man wenig, wenn man sich in einer Steilwand aufwärts hangelt.

          Drittes Modell ist der Sapid von Salewa (70 Euro). Er trägt außen Schoeller-Softshell, und zwar die deutlich weichere und flexiblere Variante Dryskin. Innen gibt es Fleece, außen in der Grifffläche weiches, rutschfestes Ziegenleder, alles in vorzüglicher Paßform. Man rutscht hinein und wird weich umfangen. Daß er nicht kühl wird, erwärmt uns für den Salewa-Handschuh, obwohl er für extreme Kälte gar nicht vorgesehen ist.

          Fast wie ein Sonderangebot wirkt der Ortovox-Handschuh namens Robson für 46 Euro. Der Hersteller ist bekannt für die Verwendung von reiner Schafwolle. Sie steckt auf der Innenseite des äußerst elastischen Kunstfaser-Softshell-Materials. Es ist ein Klassiker und heißt "Skifans", erste Varianten gab es bereits in den sechziger Jahren. Auf der Innenseite besteht Robson vollständig aus griffigem, aber etwas starrem Kunstleder. Sehr angenehm ist die Wolle auf der Haut. Doch einen starken Wärmeeffekt darf man sich davon nicht versprechen, dazu ist der Handschuh insgesamt zu dünn. Als leichtes Modell ist er gedacht, wenn es auf einen guten Griff ankommt, beispielsweise zum Langlaufen oder Skibergsteigen. Denn damit überzeugt Robson, der sich zudem über ein Klettband ganz fest mit dem Handgelenk verbinden läßt.

          Softshell hat auch an den Fingern seine Berechtigung. Aber zum Universaltalent macht der flexible Stoff die Handschuhe nicht, das zeigen die Eigenschaften der Probanden.

          Bezugsquellenhinweise: www.blackdiamondequipment.com, Telefon 0041/61/7159595; www.salewa.de, Telefon 089/90 99 30; www.ortovox.com, Telefon 089/66 67 40

          Weitere Themen

          Alltagsheld im Einsatz

          Freiwillige Feuerwehr : Alltagsheld im Einsatz

          Die Nacht in Flammen und Blaulicht gehüllt, gaben die Männer und Frauen ihr Bestes. Die Arbeit ging für ein paar der freiwilligen Feuerwehrleute wahrscheinlich direkt danach weiter: in der Backstube oder in der Schlosserei.

          Kroatische Fischer hoffen auf Grenzöffnung Video-Seite öffnen

          Einnahmen aus Tourismus fehlen : Kroatische Fischer hoffen auf Grenzöffnung

          Nicht nur an den europäischen Atlantikküsten gibt es vorzügliche Austern, auch an der kroatischen Adria wird die Delikatesse gezüchtet. Die Austernbänke im Süden des Landes produzieren jährlich rund zwei Millionen Austern. Etwa 90 Prozent werden üblicherweise von Touristen genossen – die fehlen jetzt allerdings.

          Da kannst du einpacken

          Fahrradtaschen von Ortlieb : Da kannst du einpacken

          Seine Siebensachen stopft man besser nicht lose in einen Seesack, Rucksack oder eben in Fahrradtaschen. Ortlieb hat sich für das Ordnunghalten etwas ausgedacht.

          Topmeldungen

          Milliardenhilfe : Gegenwind für die Lufthansa-Rettung

          Nach langen Verhandlungen einigen sich Bundesregierung und Lufthansa auf ein Rettungspaket aus Steuergeldern. Brüssel sagen die Pläne aber nicht zu. Kanzlerin Merkel will kämpfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.