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Deacon V-Werks von Völkl : Es geht vorwerks

Hanglage: Mittelgute Fahrer erleben eine neue Welt. Sagt Völkl. Bild: Völkl

Der getunte Ski: Mit dem Deacon V-Werks streckt sich Völkl ans Limit. Und demonstriert, welche Überlegungen in der Konstruktion von Alpinbrettern stecken.

          4 Min.

          BMW hat M, Audi hat RS, Mercedes-Benz nennt es AMG. OPC macht Opel scharf, bei Fiat ist Abarth dafür zuständig. Abt, Alpina, Brabus und Konsorten kitzeln aus Serienfahrzeugen heraus, was herauszukitzeln ist, für Anspruchsvolle, denen das Beste gerade teuer genug ist. Und was hat das mit Völkl zu tun?

          Walter Wille

          Redaktion „Technik und Motor“

          Die haben auch so was. Wenn Völkl Standardski in etwas Besonderes verwandelt, dann firmiert das unter V-Werks. Die Bezeichnung steht für teure Materialien, spezielles Design und, man ahnt es schon, gehobene Preise. Für die Skisaison 2020/21 schickt Völkl den Deacon V-Werks ins Verschneite, ein Produkt, für das in der Fertigung hoher Aufwand getrieben und dem Kunden erhöhte Zahlungsbereitschaft abverlangt wird.

          Dafür verspricht Andreas Mann, Produktmanager für Alpinski des Straubinger Unternehmens, einen „fahrerischen Mehrwert“. Als Zielgruppen nennt er erstens Vielfahrer, die bereit sind, für mehr Leistung mehr zu zahlen, und zweitens Leute, denen es nach einem exklusiven Produkt gelüstet, dem man ansieht, dass es teuer ist.

          Sichtbare Kohlefaser-Stränge Bilderstrecke
          Im Test : Deacon V-Werks von Völkl

          Der Deacon V-Werks basiert auf dem Modell Deacon 84, Völkls Bestseller aus der vorigen Saison. Dabei handelt es sich um einen Allmountain-Ski mit klarer Spezialisierung auf Pistenbetrieb. Seine recht üppige Breite weist ihn als modernen Vertreter seiner Gattung aus: ein Allrounder nicht nur für die knackfrische Morgenpiste, sondern für die wechselnden Schneeverhältnisse über einen ganzen Tag, eine ganze Saison hinweg. Breite hilft im weichen Schnee, im Zerwühlten und wirkt sich wohltuend aus im Gewurschtel auf der nachmittäglich zerbombten Talabfahrt.

          Identisch fallen die Abmessungen aus: 132-84-115 lautet die Taillierung hier wie dort. Vom Deacon 84 übernimmt der V-Werks zudem das Merkmal der gerockerten (aufgebogenen) Skienden, was der leichteren Schwungeinleitung dient. Ferner setzt Völkl für beide Modelle auf das Prinzip des Dreifach-Seitenzugs. Der konstruktiv vorgegebene Radius ist im Mittelteil der Ski kleiner als an den Skienden. Das soll einerseits bei gemäßigtem Tempo müheloses, spielerisches Fahren enger Kurven begünstigen und andererseits für Grip und Tempofestigkeit sorgen, wenn es in langen Bögen zügig bergab geht. Dann nämlich greifen wegen der zunehmenden Durchbiegung der Bretter Schaufel und Heck der Ski ein.

          Nichts Ungewöhnliches in dieser Industrie

          So weit die äußerlichen Gemeinsamkeiten. Taucht man etwas tiefer ein in die Materie, werden gravierende Unterschiede erkennbar. Im Fall des V-Werks setzt Völkl maßgeschneiderte Kohlefaser-Stränge ein, um Verwindungssteifigkeit und Biegsamkeit der Ski gezielt zu dosieren. Die Verwendung von Karbon an sich ist nichts Ungewöhnliches in dieser Industrie, doch wird das Material hier nicht einfach als Matte verlegt. Stattdessen erfolgt die Ausrichtung der Fasern einem penibel ausgetüftelten Plan. Durch die stellenweise transparente Oberfläche der Ski ist das gut zu erkennen.

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