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Drei Produkte im Vergleich : So läuft der Espresso ohne Maschine

So kann es auch laufen: Aeropress, Nanopress und eine Caffettiera von Bialetti Bild: Frank Röth

Siebträgermaschinen und Kaffeevollautomaten nehmen viel Geld und Platz weg. Espresso lässt sich auch mit diesen kompakten Geräten zubereiten. Schmeckt er dann auch lecker?

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          Wenn Freunde in der Küche die teure Siebträgermaschine erblicken, kommt von manchen das Uraltargument, das auf die Überflüssigkeit solcher Gerätschaften hinweist. Die meisten Italiener – und die wüssten ja, wie Kaffee geht – machen zu Hause ihren Espresso in der Caffettiera. Wozu also viel Geld für eine Siebträgermaschine ausgeben? Hier liegen gleich mehrere Missverständnisse vor. Erstens trinken die Italiener den Espresso meist unterwegs in einer Bar, weil es diese an jeder Ecke gibt und der oft nur einen Euro kostet. Zweitens dient die Espressokanne zu Hause auf dem Herd nicht selten der Zubereitung eines Milchkaffees, in dem sich der Geschmack der schwarzen Flüssigkeit nicht so differenziert entfalten muss. Drittens ist sich (hoffentlich) jeder Italiener dessen bewusst, dass ein perfekter Espresso nur mit einer Siebträgermaschine zubereitet werden kann. Und viertens gestaltet sich in Deutschland die Situation sowieso anders. Das Angebot an Cafés mit gutem Espresso wächst zwar stetig. Doch die liegen nicht immer auf dem Weg, und der kleine Schwarze kostet mehr als das Doppelte als in Italien. Zudem wächst im Homeoffice das Bedürfnis, sich zwischendurch in der Küche mal einen richtig guten Espresso zu machen.

          Aber muss es da unbedingt eine Siebträgermaschine sein? Geht es nicht günstiger und kompakter? Man findet in der Tat neben der Caffettiera noch weitere Alternativen für die Espressozubereitung. All diese Produkte haben zudem den praktischen Vorteil, dass man sie auch mit in den Urlaub nehmen kann. Aeropress ist eine Allzweckwaffe, die von Baristas seit Jahren geschätzt wird, weil man mit ihr sowohl Filterkaffee als auch Espresso machen kann. Mittlerweile gibt es eine Go-Variante, also eine kompakte Form zum Mitnehmen, die wir ausprobiert haben. Mit der Nanopresso von Wacaco lässt sich nur Espresso machen. Technisch ist das Gerät am anspruchvollsten.

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