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Duograph Flieger : Grün vor Zeit

Gestrahlt und erleuchtet: die Duograph Flieger. Bild: Hersteller

In die Kategorie Retro passt die neue Uhr der Frankfurter Manufaktur Guinand. Der Zeitmesser kommt mit Zeigern und Stundenindizes mit grüner Leuchtfarbe daher.

          Vintage ist in Mode. Und wenn etwas nicht von früher und mithin echt alt ist, dann immerhin Retro. In diese Kategorie passt die neue Uhr der Frankfurter Manufaktur Guinand. Der Zeitmesser kommt mit Zeigern und Stundenindizes mit grüner Leuchtfarbe daher, die sich vom mattschwarzen Zifferblatt abheben. Die Uhr hört auf den Namen Duograph Flieger, damit ist auch ihr Charakter beschrieben. Guinand-Inhaber Matthias Klüh hat eine typische Fliegeruhr entwickelt, bei der optimale Ablesbarkeit im Vordergrund steht. So wie es der frühere, im vergangenen Jahr verstorbene Markenchef Helmut Sinn propagiert hatte.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dies beherzigt Guinand nach wie vor. Frühe Fliegeruhren wiesen Zeiger und Stundenzähler mit grüner Leuchtfarbe auf. Diesen Rückgriff auf die Geschichte macht Klüh mit seinem Duographen. Der heißt so, weil er außer dem 30-Minuten-Zähler auf der „12“ einen 12-Stunden-Zähler auf der „6“ hat. Auf der „3“ findet sich ein Fenster für Tag und Datum und auf der „9“ das Markenzeichen. Die große Stoppsekunde nicht zu vergessen. Ein herkömmlicher Sekundenzeiger fehlt. Wer so will, kann das als einen Beitrag von Guinand zur Entschleunigung des Alltags ansehen.

          Das Edelstahl-Gehäuse mit 40,6 Millimeter Durchmesser und einer Höhe von 15,2 Millimetern ist glasperlgestrahlt. Die Fliegerlünette ist beidseitig drehbar und mit einem Leuchtpunkt als Hauptmarkierung versehen. Die Chronographen-Drücker sind geschützt.Als Besonderheit bezeichnet Guinand das in zwei Jahren Entwicklungsarbeit entstandene, ebenfalls matte Edelstahl-Armband. Er ist mit Phasen ausgestattet, also Abstufungen an den Seiten. Sie lassen das Armband schlanker wirken als übliche Gliederarmbänder.

          Im Gehäuse tickt das bewährte Automatik-Werk Valjoux 7750 von Eta. Es weist gebläute Schrauben auf, in den Rotor ist das Firmenlogo eingraviert. Verbaut ist eine Chronometer-Unruh aus Glucydur. Die Legierung aus Kupfer, Beryllium und Eisen ist antimagnetisch, was für Fliegeruhren wichtig ist, gilt als unempfindlich gegen Korrosion sowie als so elastisch wie stabil.

          Die Uhr wiegt ohne Band 85 Gramm. Sie kostet mit Stahlarmband 1727 Euro und mit Lederarmband 1590 Euro. Zu haben ist sie nur im Direktvertrieb über guinand-uhren.de oder in der Manufaktur selbst in Frankfurt-Rödelheim.

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