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Plattenspieler im Vergleich : Lasst die Dreharbeiten beginnen

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Eine Scheibe Nostalgie: Vinylschallplatten erleben eine Renaissance, und mit ihnen Plattenspieler in allen Preisklassen. Bild: Frank Röth

Sie galt als Auslaufmodell, doch die Vinylschallplatte ist und bleibt beliebt. Gleiches gilt für ihre Abspielgeräte. Drei neue Plattenspieler zeigen, warum das so ist.

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          Sollte es das Schicksalsjahr der schwarzen Schallplatte werden? So sah es zunächst aus. 1988 überholte die digitale CD den betagten Tonträger mit steil nach oben weisenden Absatzzahlen, das Ende der analogen Ära schien besiegelt. Doch die Musik aus gewundenen Rillen wird heute noch immer gern gehört, die Marktdaten belegen mit stetig wachsenden Verkaufszahlen sogar einen richtigen Vinyltrend. Daran haben auch Streaming-Dienste, die der CD nun allmählich die Umsatzströme abgraben, nichts geändert. Die Hersteller von Plattenspielern, vor 30 Jahren noch im Krisenmodus, freuen sich über die stabile Konjunktur in ihrer überschaubaren Nische. Manche haben sich sogar mit einem Neustart aus der Versenkung erhoben.

          Der japanische Konzern Panasonic etwa entschloss sich 2014 seine HiFi-Traditionsmarke Technics wiederzubeleben, um ihren legendären Plattenspielern neue, noch feinere Modelle folgen zu lassen. Auch Thorens, das Unternehmen mit den Schweizer Wurzeln, startete nach schwierigen Zeiten abermals durch. 2018 übernahm ein kleines, engagiertes Team in Bergisch Gladbach die Marke und knüpft seither mit seinen Entwicklungen an bewährte Vorbilder an. Für Pro-Ject, den großen Plattenspielerhersteller aus Österreich, erwies sich antizyklisches Denken als nachhaltiges Erfolgsrezept. Das Unternehmen ging 1991 an den Start, als alle Welt schon Abgesänge auf die Analog-Ära anstimmte.

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