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Diktiergeräte : Das neue Olympus und sein schärfster Rivale

Pluspunkte des Philips DPM 9600 zeigen sich beim Vor- und Zurückspulen durch die Aufnahmen Bild: Hersteller

Das DS 5000 mit langer Akkulaufzeit und toller Akustik ist ein Diktiergerät der Spitzenklasse. Es ist das erste Olympus-Gerät mit Echtzeitverschlüsselung der Diktate - und der schärfste Konkurrent des Philips-Spitzengeräts DPM 9600.

          Einige Kleinode liegen auf dem Schreibtisch. Sie haben rund 600 Euro gekostet, und nun werden sie nach monatelangem Einsatz inspiziert. Dem teuren Handy sieht man den täglichen Gebrauch überdeutlich an: Kratzer auf der Display-Abdeckung, Staub hinter der Anzeige, und die Ecken sind angestoßen. Eine Taste wackelt leicht.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Und nun das Kontrastprogramm: Das nicht weniger intensiv eingesetzte Diktiergerät sieht aus wie neu. Keine Kratzspuren, kein Staub, nichts. Und mit seiner exzellenten Verarbeitungsqualität begeistert es wie am ersten Tag. Wie kann es sein, dass ein solches Gerät der Oberklasse, dessen mechanischer Schiebeschalter jeden Tag einige tausend Mal strapaziert wird, so günstig ist, fragen wir uns.

          Meisterstück der Feinmechanik

          Das Olympus DS 5000 richtet sich an den Vieldiktierer, meist ein Arzt oder Anwalt. So wundert kaum, dass diese Pretiose höchsten Ansprüchen gerecht werden muss, wenn man berücksichtigt, dass sie an jedem Arbeitstag stundenlang in der Hand gehalten wird. Es ist das erste Olympus-Gerät mit DSS Pro, also mit verbesserter Akustik und Echtzeitverschlüsselung der Diktate, und der schärfste Konkurrent des Philips-Spitzengeräts DPM 9600 mit DSS Pro, das schon länger auf dem Markt ist und das wir hier noch einmal vergleichend hinzuziehen, weil sie die besten Diktiergeräte sind, die man derzeit kaufen kann.

          Das Olympus DS 5000 richtet sich an den Vieldiktierer

          Hinsichtlich Anmutung, Ergonomie, Verarbeitung und Bedienung gibt es kaum Kompromisse. Es sind keine Plastikspielzeuge aus der Ex- und Hopp-Welt der Elektronikmärkte, sondern hochwertige Arbeitsinstrumente für den Dauereinsatz. Das große, beleuchtete Display zeigt im Klartext alle Aktionen und Menüs unmissverständlich an, Olympus mit deutlich mehr Details. Beim DS 5000 lassen sich drei Tasten unterhalb der Anzeige (am PC mit der beiliegenden Software) programmieren, und zwar abhängig vom Menü-Status. Ein weiterer Pluspunkt ist der Schiebeschalter des DS 5000: ein Meisterstück der Feinmechanik. Er arbeitet im Unterschied zur Konkurrenz geräuschlos und fährt absolut leichtgängig und geschmeidig auf seine vier Positionen. Beim Philips hingegen ist deutlich mehr Widerstand zu spüren (was als taktile Rückmeldung sinnvoll sein kann). Beide Produkte visualisieren den Stand des Schalters auf ihrem Display, so dass der ungeübte Nutzer eine optische Rückmeldung bekommt.

          Schneller und präziser als das DS 5000

          Olympus und Philips spielen souverän alle Vorzüge der digitalen Diktiertechnik aus: Die stark eingedampften Sprachdateien lassen sich flink auf den PC kopieren, beim neuen Olympus superschnell dank USB High-Speed. Man kann mit Index-Markierungen arbeiten, sieht den Diktatfluss auf einem Laufband, es gibt eine sprachgesteuerte Aufzeichnung (mit variablem Auslösepegel) und nicht zuletzt eine regelbare Mikrofonempfindlichkeit (beim Philips in drei, beim Olympus in zwei Stufen mit besserer Nebengeräuschunterdrückung).

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