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Columbia Omni-Heat Reflective : Wärmen ist Silber

Innenseite eines Kleidungsstücks mit Omni-Heat 3 D von Columbia Bild: Wille

Das Prinzip der Rettungsdecke in der nächsten Stufe: Dabei werden auf der Innenseite von Kleidungsstücken zahlreiche silberfarbene Pünktchen aufgebracht.

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          Columbia zählt zu den Outdoor-Marken, die eigene Materialien und technische Lösungen entwickeln, anstatt allein auf das zu vertrauen, was Zulieferer wie Gore, Primaloft und Polartec anbieten. Das gewährleistet nach Überzeugung des Unternehmens aus Portland in Oregon im umkämpften Markt der Funktionskleidung Unabhängigkeit und Eigenständigkeit. Omni-Heat Reflective ist solch eine Eigenentwicklung, mit der Columbia eigenes Profil zeigen will. Dabei werden nach dem Prinzip der Aluminium-Rettungsdecke auf der Innenseite von Kleidungsstücken zahlreiche silberfarbene Pünktchen aufgebracht, deren Zweck es ist, Körperwärme zu reflektieren.

          Walter Wille

          Redaktion „Technik und Motor“

          Das patentierte Verfahren, das Columbia 2010 einführte, lässt sich für Kleidung aller Art von Unterwäsche und Socken über Jacken und Westen bis hin zu Schuhen und Stiefeln verwenden. „Das ist eine sichtbare Technik, die die Kunden verstehen und von der sie einen Nutzen haben“, sagt Robbert Hersman, Direktor für das Bekleidungsgeschäft in Europa.

          Die nächste Stufe des Versilberns nimmt Columbia mit der Kollektion für Herbst und Winter 2018/19 in Angriff. Die Weiterentwicklung der wärmenden Folie heißt Omni-Heat Thermal Reflective 3D. Hier werden die runden Punkte auf der Innenseite der Kleidungsstücke durch eckige Gebilde mit drei Armen abgelöst. Die können enger aneinander plaziert werden mit dem Effekt, dass nicht mehr 32 Prozent der Fläche von dem silberfarbenen Material abgedeckt werden, sondern 41. Entsprechend höher soll die Wärmerückstrahlung sein. Zudem werden auf die Teilchen unzählige winzige Flocken aus Polyesterfasern aufgeklebt, Deren Aufgabe besteht darin, einen Luftspalt zwischen Gewebe und Körper zu erzeugen und darin Wärme zu speichern. Ein angenehmeres, weicheres Griffgefühl sowie ein besserer Abtransport von Feuchtigkeit sollen weitere Effekte der 3D-Faserflocken sein.

          „Mit dieser Technik können wir beispielsweise extrem warme Daunenjacken herstellen“, sagt Hersman. Trotz der großflächigeren Bedeckung mit Folie sei die Atmungsaktivität weiterhin ausreichend. Vom Herbst dieses Jahres an sollen zunächst Kleidungsstücke und Schuhmodelle der gehobenen Preisklasse mit Omni-Heat 3D ausgestattet werden.

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