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Laserschwerter im Test : In jedem von uns steckt ein Jedi

Nicht der letzte Jedi. Bild: Frank Röth

Was Luke Skywalker kann, können wir auch. Wir haben die Laserschwerter gezückt und uns für den achten „Star Wars“-Film warm gemacht: mit Plastik-Exemplaren und Projektionen in der virtuellen Realität.

          An diesem Donnerstag startet der achte Teil der „Star Wars“-Saga „Die letzten Jedi“ in Deutschland und vielen anderen Ländern. Damit kehrt auch das Laserschwert zurück auf die Leinwand. Es wird dieses Mal in der Erzählung eine zentrale Rolle spielen. Die junge Rey trifft auf den alten Luke Skywalker, dessen erstes Laserschwert sie im siebten Teil „Das Erwachen der Macht“ gefunden hat. Die Waffe der Jedi-Ritter wird dann auch als Spielzeug in viele Kinderzimmer und auf die Straße zurückkehren. Denn „Star Wars“ ist nicht nur eine Filmserie, sondern auch eine Merchandise-Maschine. Seit 1977 setzten Lucasfilm und danach Disney, das die Filmrechte Ende 2012 gekauft hat, bisher rund 35 Milliarden Dollar um.

          Partner des Imperiums zu werden ist also nicht nur eine Ehre, sondern eine Garantie für Umsätze – trotz hoher Lizenzkosten. Die Produktarten sind verteilt auf verschiedene Unternehmen. Hasbro ist offizieller Lizenznehmer und bietet verschiedene Varianten des Laserschwertes an. In diesem Jahr kommt Lenovo als Partner von Disney hinzu. Die Chinesen vermarkten mit „Star Wars: Jedi Challenges“ exklusiv ein Augmented-Reality-Headset, mit dem der Laserschwertkampf zwar nicht zur Realität wird, aber näher am Film ist als die bisherigen Spielzeuge. Wir haben die verschiedenen Waffen in die Hand genommen, mit einem Siebenjährigen gekämpft und mit der AR-Brille auf dem Kopf einige Sturmtruppler erlegt.

          Wer ein Laserschwert (die korrekte Übersetzung aus dem Englischen wäre „Lichtschwert“) in die Hand nimmt, sollte seine Geschichte kennen. Eigentlich dürfen nur Auserwählte damit kämpfen. Denn ein Laserschwert ist die Waffe eines Jedi oder Sith. Das sind bekannterweise die Guten und die Bösen im Universum. Beide haben „Die Macht“, die sie auch benötigen, um sich ein Laserschwert zu bauen. Dies gehört zur Ausbildung eines auserwählten Schülers eines Jedi-Meisters. Ein Padawan zieht schon in frühen Jahren zu den Planeten Dantooine oder Ilum los, um adeganische Kristalle für sein Laserschwert in Höhlen zu suchen.

          Die bösen Sith machen es sich etwas leichter, indem sie synthetische Kristalle benutzen. Dafür strahlt ihr Schwert nur in Rot. Der Kristall allein genügt nicht, der Padawan muss mit seiner Macht Verbindung zu ihm aufnehmen. Exklusivität entsteht bei den Jedi-Rittern zunächst durch die Farbe der Klinge. So haben Luke Skywalker und Obi-Wan Kenobi ein blaues, Yoda ein grünes und Mace Windu ein violettes Exemplar. Weiterhin kann der Griff unterschiedlich gestaltet sein. Count Dooku hat sich sogar für eine gebogene Variante entschieden. Eine Ausnahme in jeder Hinsicht ist General Grievous. Er ist weder Jedi noch Sith und kämpft mit zwei blauen und grünen Laserschwertern gleichzeitig.

          Die Funktionsweise ist bei allen Laserschwertern gleich. Im etwa dreißig Zentimeter langen Griff steckt eine Diatium-Energiezelle, welche die elektromagnetischen Wellen erzeugt. Das ist ein wiederaufladbarer Super-Akku, der mehrere Jahre hält und vom Träger wieder aufgeladen werden kann. Das Licht wird durch den Kristall geleitet und von diesem gebündelt. Es können bei Bedarf mehrere Kristalle verbaut werden. Dann kann der Träger die Länge und Breite der Klinge ändern. Wie im Film häufig vorgeführt, wird die Klinge über Knopfdruck aktiviert oder eingezogen. Sie durchdringt nahezu jedes Material, nur die Klinge eines anderen Laserschwerts kann sie aufhalten. Das Brummen entsteht, weil der Laser mit der Luft reagiert. Wenn es sein muss, können Jedi-Ritter wie Obi-Wan oder Anakin Skywalker ihre Kämpfe auch unter Wasser führen, ihre Laserschwerter haben ein IP-Zertifikat.

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