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Laserschwerter im Test : In jedem von uns steckt ein Jedi

Den Basisschwertern fehlt allerdings etwas Entscheidendes: das Licht. Deswegen gibt es für etwa fünf Euro mehr ein batteriebetriebenes Modell, dessen Klinge leuchtet und brummt, wenn man es anschaltet. Ausgeschaltet ist der Unterschied kaum erkennbar. Lediglich der Kunststoff der Klinge ist transparenter. Der Lichteffekt funktioniert allerdings nur im Dunkeln, für normal beleuchtete Räume ist die LED zu schwach. Der Teleskop-Mechanismus der Klinge ist nicht an den Sound-Chip gekoppelt. Schaltet man das Schwert mit Knopfdruck an oder aus, ertönt das gewohnte Zischen wie im Film, ebenso brummt das Schwert vor sich hin und wird lauter, wenn es bewegt wird. Allerdings bringt der Chip mit dem Beschleunigungssensor eine Latenzzeit mit, so dass bei schnellen Bewegungen der Sound mit Verzögerung ertönt.

Es braucht die Phantasie eines Kindes, um sich mit diesen Laserschwertern als Jedi-Ritter zu fühlen. Lenovo hat für 300 Euro eine Variante für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren. „Star Wars: Jedi Challenges“ ist ein Augmented-Reality-Headset, bestehend aus Brille, Laserschwert und Tracking-Ball. Damit nutzt Lenovo eine Technik, die ebenso wie Virtual Reality im Trend liegt. Zwei wichtige Komponenten fehlen übrigens noch, um in den Lichtschwerterkampf gehen zu können: ein Smartphone und die Jedi-Challenges-App. Das Headset ist kompatibel mit einigen iPhone-Varianten, Galaxy-Modellen von Samsung und ein paar anderen Smartphones.

Der Aufbau ist relativ schnell gemacht: App herunterladen, Smartphone in die Halterung der Brille stecken, mit Kabel verbinden, einigen Anweisungen auf dem Bildschirm folgen, den kleinen Ball in die Mitte des Raumes stellen und das Laserschwert anschalten. Wer mit solchen Headsets Erfahrung hat, wird nun feststellen, dass es sich hier eigentlich um eine virtuelle Realität handelt. Der Spieler sieht zwar weiterhin die Umgebung in seinem Zimmer, weil er nicht auf das Smartphone-Display schaut, sondern die in das Sichtfeld projizierte Darstellung sieht. Wand, Tisch, Stuhl, Sofa werden aber nicht im Spiel berücksichtigt, wie das bei einer Augmented-Reality-Anwendung normalerweise gemacht wird.

Wie im Film auch fährt das Lichtschwert über Knopfdruck die Klinge aus. Im Vergleich zu den Plastikschwertern von Hasbro macht der Griff einen wertigen und der Laser einen mächtigen Eindruck. Gleißendes Licht bewegt sich brummend vor dem Spieler. So muss sich ein Jedi fühlen, wenn er vor einem Sith steht. Schwenkt man das Schwert schnell hin und her, reicht auch die Rechenleistung des Pixel 2 XL nicht aus, damit die fiktive Klinge und der reale Griff eine Einheit bilden. Sie folgt mit leichter Latenzzeit. Ebenso muss der Sitz der Klinge hin und wieder mit Knopfdruck nachjustiert werden.

Auf das Spiel selbst hat dies keine Auswirkungen. Wenn die Kampfdroiden oder Sturmtruppler einem entgegenkommen, reicht es, grob auf sie einzuhauen oder ihre Laserschüsse in einem großzügig bemessenen Bereich zurückzuwerfen. Das macht Spaß und wird auch nach mehreren Wiederholungen nicht langweilig. Der Kämpfer kommt ins Schwitzen, vor allen Dingen unter der Brille. Das Spiel von Lenovo hat mehrere Ebenen und Schwierigkeitsstufen. Auf sechs Planeten kann sich der Spieler als Padawan, Ritter und Meister qualifizieren. Der Weg zum Ziel führt nicht nur über Kampf. Wenn ein Spieler weitere Fähigkeiten erwerben will, die er gegen stärkere Gegner unbedingt benötigt, muss er das Strategiespiel und Holo-Schach auf dem jeweiligen Planeten gewinnen.

Wir sind über die erste Stufe nie hinausgekommen. Der Kampf mit dem Laserschwert genügt einem Hobby-Jedi-Ritter.

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