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Klimaschutz in vier Wänden : Das Haus als Kraftwerk

Sonnenseite: Aktivhaus der Nassauischen Heimstätte Bild: Helmut Fricke

Ob neue Fenster oder gleich das Energie-Plus-Haus: Die Fördertöpfe sind größer geworden. Doch um alte Wände energetisch zu sanieren, braucht es noch immer viel Geduld und Geld.

          6 Min.

          Futuristisch sieht es noch immer aus, was Bruno Maurer vor mehr als zehn Jahren aus dem Haus seiner Großeltern gemacht hat. Die vertraute Form, vier Wände und ein spitzes Dach, ändert daran nichts. In Uttenweiler hat der Architekt Maurer einen energetischen Sonderweg eingeschlagen. Saniert, ja, aber ganz ohne dicke Dämmplatten und weißen Putz.

          Anna-Lena Niemann
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Maurer hat auf eine Luftkollektorfassade gesetzt. Semitransparente Platten aus Polycarbonat umschließen das Haus wie eine zweite Haut. Sie lassen Sonnenlicht in einen Luftraum zwischen sich und dunkle Holzwerkstoffplatten, der ersten Haut. Die Luft heizt sich auf, steigt zum Giebel, erreicht 70 bis 110 Grad und versorgt mit Hilfe eines Wärmetauschers das Haus mit warmem Wasser und Heizenergie. Reicht das im Winter mal nicht, gibt es noch einen wasserführenden Holzofen als Ersatz. Im Sommer dagegen kühle die Fassade mit ihren Lufteinlässen das Haus. Die aufgeheizte Luft strömt durch Giebelklappen übers Dach davon, der Kamineffekt saugt von unten kühle Luft an, die ein Erdkollektor vortemperiert hat. Nachhaltiges Gebäude dank Solarenergie - Maurer hat das mal anders angegangen.

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