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Core von Withings : Mit EKG im Nebenjob

Klobige Manschette: Blutdruckmessgerät von Withings mit EKG-Funktion und Mikrofon. Bild: Hersteller

Nicht nur Blutdruck messen, sondern auch Herzdaten erfassen ist die Aufgabe des Core von Withings. Gelingt das?

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          Als Apple im Dezember in Amerika und im März in Deutschland die EKG-Funktion seiner smarten Armbanduhr freischaltete, war die Skepsis groß. Was bringt das, wie viele Menschen werden mit Fehldiagnosen verunsichert und belagern die Arztpraxen? Die Apple Watch schreibt ein Einkanal-EKG, das nicht die Detailtiefe eines 12-Kanal-EKGs hat, wie es Ärzte anfertigen. Mit seiner Hilfe kann man indes Vorhofflimmern erkennen, eine Herzrhythmusstörung, die das Schlaganfallrisiko deutlich erhöht. Die Apple Watch macht das zuverlässig, und es gibt bisher keine Klagen der Ärzteschaft, sondern Hunderte von Berichten richtiger Diagnosen – die Uhr rettet Leben.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          So wundert es nicht, dass andere nachziehen und ebenfalls ein Einkanal-EKG zur Früherkennung in ihre Gerätschaften einbauen. Der früher zu Nokia gehörende Hersteller Withings stellt jetzt ein elektronisches Blutdruckmessgerät mit EKG-Funktion und „digitalem Stethoskop“ vor. Das BPM Core vereint drei Geräte, und die Blutdruckmessung mit Manschette ist die wohl trivialste. Aber so einfach ist das Ganze nicht. Denn der fast 500 Gramm schwere Apparat verzichtet auf ein eigenes Monochrom-Display und zeigt Messwerte nur in einer schlecht ablesbaren Matrixschrift auf dem weißen Außenröhrchen an.

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