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Bürostuhl von Vitra im Test : Nichts für Sitzenbleiber

Der Trim mit innovativem Rückenteil Bild: Hersteller

Bewegungsfreiheit am Schreibtisch: Der Bürostuhl Vitra Trim fördert eine größere Aktivität der Bauch- und Rückenmuskulatur und ist ein angenehmer Partner am Arbeitsplatz. Das hat jedoch seinen Preis.

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          Das höchste Lob, das man diesem Bürostuhl machen kann, ist seine unauffällige Unaufdringlichkeit. Nie ist er im Einsatz über mehrere Wochen hinweg negativ aufgefallen, selbst unschickliches Hineinfläzen mit gewiss ungesunder Haltung hat er nicht nur klaglos toleriert. Sondern er hat gleich das Beste daraus gemacht, nämlich leichten Gegendruck ausgeübt, um den Körper zu stabilisieren.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wir haben den ID Trim von Vitra ausprobiert, ein Klassiker des Schweizer Büromöbelherstellers. Von rund 650 Euro an ist er erhältlich. Er war ein angenehmer Gast im Büro. Wir werden ihn vermissen.

          Die Besonderheit des Trim ist die freitragende Rückenkonstruktion: Der Rückenbezug ist über den Rahmen gespannt. Wer das kennt, staunt über die Festigkeit und Flexibilität der Rückenlehne. Verantwortlich sind dafür unter anderem die Polsterkammern des Bezugs, die einen stützenden Effekt bewirken. Sie nehmen zudem die Kontur des Sitzenden auf und sollen an den richtigen Stellen ihre hilfreiche Wirkung entfalten. Ferner gibt es zusätzlich eine integrierte Lumbalstütze.

          Gibt es auch mit Lederbezug: ID Trim von Vitra
          Gibt es auch mit Lederbezug: ID Trim von Vitra : Bild: Hersteller

          Ein weiteres interessantes Detail des Trim ist die Vorwärtsneigung, die eine leichte Gegenbewegung ausführt, sobald man zu weit vorn auf dem äußeren Rand sitzt. Der Nutzer hat Bewegungsfreiheit und wird trotzdem gestützt. Dem Hersteller zufolge haben Studien gezeigt, dass mit der Vorwärtsneigung eine größere Aktivität der Bauch- und Rückenmuskulatur einhergehe und die Lendenwirbelsäule stabilisiert werde. Beim Vorwärtsneigen werde die untere Wirbelsäule in Bewegung gebracht, dies führe auch zu einer erhöhten Diffusion der Bandscheiben.

          Man kann sich also mit diesem Stuhl als Schreibtischarbeiter getrost mal recken und strecken oder extrem nach vorn und hinten neigen: Der Trim unterstützt das dynamische Sitzen nach Kräften und folgt mit seiner Synchronmechanik den Bewegungen des Körpers. Nur muss der Benutzer selbst ein bisschen auf Bewegung achten. Wer stundenlang nahezu starr auf seinem Stuhl verharrt, sitzt verkehrt.

          Und so sieht er von hinten aus
          Und so sieht er von hinten aus : Bild: Hersteller

          Alle Funktionen des Trim lassen sich bequem im Sitzen einstellen, etwa Sitzhöhe und Sitztiefe, ferner die Neigung von Sitz und Rückenlehne sowie die Stützkraft der Lehne. Der Stuhl lässt sich individuell konfigurieren, dies betrifft die Mechanik (mit oder ohne Vorwärtsneigung und Sitztiefenverstellung), die Armlehnen, den Bezug und das Untergestell. Im Internet kann man die verschiedenen Möglichkeiten und Farben durchspielen und eine persönliche Variante zusammenstellen.

          Mit Lederbezug kann der Trim durchaus 1500 Euro kosten, ferner gibt es eine L-Variante mit hoher Rückenlehne, die nach Chefsessel aussieht, und den ID Trim Cap mit einer aberwitzigen Haube auf Kopfhöhe, die zurückgezogenes Arbeiten fördern soll, weil der Nutzer visuell und akustisch abgeschirmt wird.

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