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Bosch-Akkustaubsauger im Test : Mit dem Zweiten saugt man länger

Akkustaubsauger Unlimited von Bosch Bild: Hersteller

Akkustaubsauger wollen mit exklusiven Merkmalen punkten. Der Unlimited von Bosch schafft es mit einem austauschbaren Akku und geht damit vorerst in Führung.

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          Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Handstaubsauger mit Akkubetrieb weniger taugen und kein Ersatz für einen mächtigen Bodenstaubsauger sind. Das ist so nicht richtig. Um etwas zu differenzieren: Es gibt Geräte, die nichts taugen. Aber es gibt genügend Akkustaubsauger, die als Hauptgerät für den Haushalt zu empfehlen sind. Wir haben einige davon in den vergangenen Jahren getestet. Insofern sei an dieser Stelle diese Gerätegattung noch einmal nachdrücklich empfohlen. Meist zeichnet sich ein Produkt durch eine Besonderheit aus. Der Unlimited von Bosch hat eine exklusive Funktion, die im täglichen Gebrauch überzeugt und die wir uns schon seit längerem von diesem Hersteller gewünscht haben. Das Gerät hat als Energieversorger eine Lithium-Ionen-Batterie, die sich austauschen lässt.

          Dem Premium-Paket „BBS1U224“ für 750 Euro, das im Internet für rund 500 Euro zu haben ist, liegt ein zweiter Akku ebenso bei wie ein Ladegerät. Es gibt zudem eine Variante ohne dieses Zubehör für unverbindliche 500 Euro und 380 Euro im Online-Handel. Diese ist interessant für all jene, die schon ein Ladegerät von Bosch nutzen. Denn der Unlimited erfordert das gleiche „18-V Power for all System“ wie die Akkuschrauber, Heckenscheren, Winkelschleifer und weitere Geräte aus der grünen Serie von Bosch. Umgekehrt bedeutet dies: Wer den Bosch-Staubsauger erworben hat, wird beim Kauf eines neuen Gerätes wegen des einheitlichen Akku-Systems von der gleichen Marke gelockt. Damit spielt Bosch einen Vorteil aus, den momentan wohl nur Black & Decker ähnlich geschickt nutzen könnte. Das zu Stanley gehörende Unternehmen hat ebenfalls Elektrogeräte für den Heimwerkerbedarf und akkubetriebene Haushaltsgeräte im Programm.

          Aufgrund des austauschbaren Akkus wird die Frustrationsschwelle im Alltag selten überschritten. Man schnappt sich den Unlimited, saugt drauflos, und wenn die Batterieanzeige rot blinkt, hält man den Zweitakku bereit, um dann den leeren und den vollen Akku mit zwei schnellen Handgriffen zu tauschen. Betreibt man den Staubsauger im Turbomodus, wird der Batteriewechsel nach knapp dreizehn Minuten notwendig. Saugt der Unlimited ohne den Booster, reicht seine Energie für etwa eine Stunde. Am besten steckt man den leeren Akku immer direkt ins Ladegerät, dann ist dieser nach knapp einer Stunde wieder einsatzbereit. Dabei kommt das Ladegerät mit seinen 3 Amperestunden ganz schön ins Schwitzen, sodass ein Ventilator lautstark für Kühlung sorgt. Während des Saugens stört das Geräusch nicht. Ist der Staubsauger ausgeschaltet, sollte man das Ladegerät nicht in den gleichen Raum stellen, in dem man sich aufhält.

          Der Clou an dem Gerät: Der Akku lässt sich austauschen. Bilderstrecke

          Nun sind Saugszenarien vorstellbar, bei denen der Vorgang mit dem zweiten Akku so lange dauert, dass dieser sich geleert hat, bevor der erste wieder vollständig geladen ist. Das wäre dann eine Säuberungsaktion im Turbomodus von zirka 25 Minuten. Damit lässt sich möglicherweise ein großes Haus auf einmal nicht bewältigen. Sollte die Notwendigkeit bestehen, würden wir empfehlen, seltener den Booster zuzuschalten. Denn die Erfahrung zeigt, dass der normale Modus häufig ausreicht. Es sind nicht nur Krümel auf dem Tisch oder Fusseln an den Kissen, die sich damit entfernen lassen. Der Wechsel zwischen den beiden Modi gelingt leicht. Die Taste dafür ist in Reichweite des Daumens. Angeschaltet wird der Unlimited mit dem Zeigefinger, was sich anfühlt, als würde man an einer Pistole den Abzug drücken. Im Gegensatz zum Dyson und anderen Staubsaugern rastet die Taste ein, sodass sich der Zeigefinger während des Saugens entspannen kann. Ebenso erfreulich ist, dass während des Saugens dem Nutzer keine Luft ins Gesicht oder sonst irgendwohin geblasen wird. Während vergangener Tests ist uns das häufiger passiert. Der Unlimited führt die Luft unterhalb des Handgriffs links und rechts breitflächig ab, sodass man mit dieser nicht in Kontakt kommt.

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