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Bio-Solarhäuser : Es geht auch ohne Ventilatoren

Bild: F.A.Z.

Bio-Solarhäuser nutzen die Zirkulation der Luft zwischen Außen- und Innenhaus, die Feuchtigkeit gelangt von selbst ins Freie. Und sie sind noch sparsamer als Niedrigenergiehäuser, die sich mit weniger als 50 Kilowattstunden im Jahr begnügen.

          Die Konzepte sind völlig unterschiedlich. Dennoch haben die Bio-Solar-Häuser von Klaus Becher aus Sankt Alban in der Pfalz und die vor rund 18 Jahren in Darmstadt entwickelten Passivhäuser etwas gemeinsam: Sie kommen mit sehr wenig Heizenergie aus, genauer gesagt brauchen sie deutlich weniger als eine in den sechziger oder siebziger Jahren errichtete Immobilie. Sie sind sogar noch sparsamer als sogenannte Niedrigenergiehäuser, die sich mit weniger als 50 Kilowattstunden je Quadratmeter im Jahr begnügen.

          Georg Küffner

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Doch damit sind die Übereinstimmungen auch schon erschöpft. Und wenn man dem Ingenieur Becher glauben will, der vor seinem Einstieg ins Baufach vor gut 15 Jahren in der feuerfeste Materialien herstellenden Industrie tätig war, dann ist das Passivhaus trotz des sparsamen Umgangs mit Heizenergie völlig falsch konzipiert. Denn die Sparsamkeit werde mit einer dicken Wärmeisolierung der Außenwände erzeugt, und das habe ein Wohngefühl wie in einer Thermoskanne zur Folge, denn die Wände sind innen hin mit einer dampfdichten Kunststofffolie überzogen. Die braucht man bei Passivhäusern, damit die von den Bewohnern selbst oder beim Kochen und Baden an die Raumluft abgegebene Feuchtigkeit nicht in die Wände eindringen kann. Dadurch seien diese „kalt“.

          Der bei alten Häusern auf der Außenwand sitzende Taupunkt rutsche bei den Supersparhäusern aus Darmstadt ins Innere der Mauern. Um das zu verhindern, werden auf die Innenseiten der Wände isolierende Folie geklebt, so dass die aufgrund des Dampfdruckgefälles nach außen strebende Feuchtigkeit keine Schäden verursachen kann.

          „Kontrollierte Wohnraumlüftungen“

          Becher sieht noch weitere Schwachstellen des Passivhauses: Damit sich in den gasdichten Behausungen der Wasserdampf nicht an den Innenseiten der Außenwände niederschlägt, was zur Schimmelbildung führen kann, müssen, wie er erklärt, die Thermoskannenhäuser zwangsbelüftet werden. Dafür sorgen „kontrollierte Wohnraumlüftungen“, die mit Hilfe elektrisch betriebener Ventilatoren die warme, feuchte Luft ins Freie ableiten und im Gegenzug über einen zweiten Luftkanal frische Luft ins Haus lassen. Ein dazwischen geschalteter Wärmetauscher sorgt dafür, das der Energieinhalt der abgeführten an die zugeführte Luft übertragen wird.

          Für Becher sind automatisch arbeitende Luftführungssysteme alles andere als der Stein der Weisen. So mache man sich unnötigerweise von Stromanbietern abhängig, die heute ihre Elektrizität vorwiegend noch aus fossilen Brennstoffen gewinnen. Auch seien Lüftungsanlagen nicht immer hygienisch einwandfrei, können sich doch Staub und andere „Störstoffe“ in den Luftkanälen festsetzen. Daher sei es in Schweden längst üblich, die kontrollierte Luftführung mit Entkeimungsanlagen zu kombinieren. Auch seien im Zuge der Baugenehmigung Pläne vorzulegen, um zu beweisen, dass alle Winkel der Luftkanäle gut zugänglich sind. Ein Wartungsvertrag ist ebenfalls vorgeschrieben.

          Damit sind die Wände durchlässig für Wasserdampf

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