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Bei Hitze und Trockenheit : So gießen Sie ihren Garten richtig

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Die feinen Tropfen des weit gefächerten Strahls prasseln auf die Blätter nieder, gezielten Beschuss aus dem Gartenschlauch mögen sie nicht Bild: plainpicture/Readymade-Images/Pe

Reicht ein gut gefülltes Wasserfass und eine Gießkanne? Bequemer ist es natürlich, beim Gießen auf Technik zu setzen. Die Lösungen reichen vom einfachen Gartenschlauch bis zum computergesteuerten Bewässerungssystem.

          Im Sommer haben Pflanzen den größten Durst. Da geht es Rasen und Rosen auch nicht anders als uns selbst. Weil es in dieser Zeit meist über viele Tage am Stück trocken ist, muss der Garten besonders intensiv gewässert werden. Der Klassiker für diese Tätigkeit ist die im 17. Jahrhundert ersonnene, unter anderem vom späteren Bundeskanzler Konrad Adenauer weiterentwickelte Gießkanne. Sie lässt sich am Wasserhahn der Trinkwasserleitung ebenso bequem füllen wie aus der durch die Dachrinne gespeisten Wassertonne. Und ihre perforierte Tülle sorgt für einen weichen, aus zahlreichen dünnen Wasserstrahlen aufgefächerten künstlichen Regen. Das verschont die Pflanzen vor mechanischer Beschädigung und die Krume des Bodens vor Erosion.

          Doch wer einen mehr als handtuchgroßen Garten regelmäßig feucht halten will, dem treibt der Gedanke an das ständige Schleppen der Standard-Gießkanne mit zehn Liter Inhalt den Schweiß auf die Stirn und das Zwicken ins Kreuz. Da überträgt man doch lieber die Idee des digital vernetzten Smart Home in den grünen Außenbereich. Schließlich ist die Technik des Smart Garden längst in der Großserie angekommen und verlangt vom Gärtner keine Qualifikation als Elektriker und Programmierer mehr. So hat beispielsweise Gardena ein Baukastensystem im Programm, das unterschiedliche Grade der Automatisierung und des Komforts bietet. Immer mehr Gartenbesitzer entscheiden sich denn auch für eine solche Bewässerungsanlage mit unter dem Boden verlegten Leitungen. Ein guter Zeitpunkt für die Installation ist beispielsweise das Einsäen oder Verlegen eines neuen Rasens.

          Wurzelnahe Tropfbewässerung

          Die Technik bietet hohen Komfort. Denn an die verschiedenen Entnahmepunkte können unterschiedliche Bewässerungssysteme angebracht werden: Poröse Schläuche sorgen beispielsweise für eine wurzelnahe Tropfbewässerung. Im Rasen eingebaute Versenkregner hingegen fallen tagsüber kaum auf, sie recken ihren Kopf erst im Betrieb über die Oberfläche hinaus und bestreichen das Grün mit einem Nebel. Wassersteckdosen machen das System schließlich besonders flexibel. Denn sie bieten im Garten verteilte Zapfstellen, an die zum Beispiel ein Schlauch angeschlossen werden kann. Die Steuerung der Beregnungstechnik kann unterschiedlich intelligent ausgelegt werden. Von der simplen Zeitschaltuhr reicht das Angebot bis zum Bewässerungscomputer, der unter anderem lokale Wetterdaten und Informationen der im Garten installierten Feuchtigkeitsmesser verarbeitet.

          Doch bevor wir Leitungen unter dem Rasen verlegen, Versenkregner montieren, Wassersteckdosen installieren und den Beregnungscomputer mit Daten füttern, gilt es einige Grundlagen der Gartenbewässerung zu verinnerlichen. Denn viele Gärtner setzen das Gießwasser schlichtweg falsch ein. Wie es richtig geht, erläutern Experten des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege: Statt täglich die Krume zu benetzen, sollte lieber ein- bis zweimal in der Woche kräftig gegossen werden. Damit nämlich wird der Boden zwischen zehn und 30 Zentimeter tief vom Wasser durchdrungen, das hier auch für die nächsten Tage gespeichert wird. An der Oberfläche hingegen verdunstet das Wasser durch die Einwirkung von Wärme und Luftbewegung binnen eines Tages.

          Am frühen Morgen gießen

          Um die Verdunstung in Grenzen zu halten, sollte man zudem eher am frühen Morgen gießen. Dann ist der Boden noch kühl, das Wasser wird schneller aufgenommen. Zudem ist bei einzeln stehenden Pflanzen die gezielte, wurzelnahe Bewässerung am Boden wichtig, statt das Wasser großzügig über alle Blätter zu verteilen. Zudem können Tropfen auf den Blättern bei Sonneneinstrahlung wie Brenngläser wirken und die Pflanzen empfindlich schädigen. Wichtig für das effiziente Wässern ist schließlich noch der Zustand des Bodens. Wer durch regelmäßiges Hacken die Krume lockert, sorgt für eine bessere Aufnahme und Speicherung des Gießwassers.

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