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Armbanduhren : Die haben was auf dem Kerbholz

  • -Aktualisiert am

Das Modell „Reineke“, benannt nach dem schlauen Fuchs, aus Ahorn Bild: Foto Hersteller

Armbänder aus Holz gibt es schon lange, warum nicht auch Uhren? Schließlich sind sie wunderbar leicht. Beim Kölner Unternehmen Kerbholz kann man unter drei verschiedenen Ausführungen und Hölzern wählen.

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          Holzgehäuse kannten wir bisher nur von Stand- oder großen Wanduhren. Am Handgelenk trugen wir dagegen schon die unterschiedlichsten Materialien von Metallen über Kunststoff, Keramik bis Karbon, fehlt nur noch Beton - oder Holz. Das erkannten auch vier Jungunternehmer aus Köln, die sich schon mit hölzernen Brillengestellen in Szene gesetzt haben, und änderten das. Seit 2012 kann man jetzt die Zeit vom Kerbholz ablesen, so der Name ihrer Marke. Sie verwenden Sandelholz, Rosenholz und Ahorn, die sich farblich sehr stark unterscheiden, und machen daraus rechteckige und runde Gehäuse, die man von hinten aufschrauben kann, um die Batterie zu wechseln, nebst den passenden, auf jede Armstärke einstellbaren Glieder-Armbändern.

          Schlank und feingliedrig: Modell „Hinze“ aus Rosenholz
          Schlank und feingliedrig: Modell „Hinze“ aus Rosenholz : Bild: Foto Hersteller

          In den Holzkästchen schwingen Quarzwerke von Miyota aus Japan, eine solche Uhr wiegt so gut wie nichts, wir maßen 40 Gramm auf der Briefwaage für die größte, das 42 × 46 Millimeter messende Modell Reineke. Deren Band verjüngt sich von der Gehäusebreite zur Schließe hin auf 26 Millimeter. Die runden Typen mit Namen Lamprecht und Hinze haben 38 und 36 Millimeter Durchmesser und ein gerade verlaufendes Band. Krone und Bandschließe bestehen aus Edelstahl. Unter dem Mineralglas drehen sich die drei Zeiger auf einem matt gedruckten schwarzen Zifferblatt mit leichtem Rindenmuster oder auf einem weißen, nur bei der größeren runden Ausführung (Lamprecht) gibt es Indexe. Die unterscheidet sich außerdem noch durch die Anordnung der Krone außen bei 4 Uhr.

          Die „Lambrecht“ gibt sich etwas rustikaler. Hier die Ausführung in Sandelholz
          Die „Lambrecht“ gibt sich etwas rustikaler. Hier die Ausführung in Sandelholz : Bild: Foto Hersteller

          Die Preise für die holzigen Zeitmesser beginnen bei 109 Euro für die Ausführung vom Ahornbaum; Rosen- und Sandelholz kosten jeweils 10 und 20 Euro mehr. Für maximal 139 Euro kann man sich eines dieser beweglichen, wunderbar glatt polierten Holz-Stückchen an den Arm binden.

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