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AEG Caffé Silenzio : Der Kaffeeflüsterer

  • -Aktualisiert am

Der Name ist Programm: AEG Caffé Silenzio mit leisem Mahlwerk Bild: Schanzenbach

Dem Vollautomaten sei Dank: Um Espresso, Latte Macchiato und dergleichen zuhause zu genießen, muss man längst kein echter Barista sein. Der Caffé Silenzio von AEG schwächelt zwar genau wie seine Kollegen, dafür können seine Besitzer selbst beim Mahlen genüsslich über Kaffee fachsimpeln.

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          Gutes muss nicht neu erfunden werden. Es ist daher kein Nachteil, dass der neue Kaffeevollautomat Café Silenzio von AEG weitgehend baugleich ist mit den Geräten der Magnifica-Baureihe des italienischen Herstellers DeLonghi. Doch einen wesentlichen Unterschied gibt es: Wie es der Name des AEG-Geräts bereits verrät, hat man hier ein besonders leises Mahlwerk eingebaut.

          Das kann durchaus ein Segen sein, denn wenn das Gros der heute auf dem Markt angebotenen Espresso-Automaten mit dem Zertrümmern der zuvor in einen Vorratsbehälter gefüllten Kaffeebohnen beginnt, stellt man vorübergehend jede Unterhaltung ein. Der Mahllärm übertönt sogar laute Musik, so dass selbst überzeugte Espresso-Liebhaber immer wieder froh sind, wenn nach dem Zapfvorgang die Ruhe einkehrt.

          Klein, schwarz aber kaum heiß

          Was bietet das Gerät sonst? Als klassischer Kaffeevollautomat ist es vor allem darauf ausgelegt, schnell und bequem unterschiedlich große Tassen mit dem schwarzen Heißgetränk zu füllen. Seine Espresso-Qualitäten sind im Vergleich zu hochwertigen Siebträgermaschinen (die deutlich teurer sind) eher bescheiden. Nicht ohne Grund schreibt die Betriebsanleitung daher: „wenn Sie einen starken Kaffee (damit ist wohl ein Espresso gemeint) möchten, füllen Sie vorher die Tasse mit dem heißen Wasser des Spülvorgangs“.

          Man traut dem Gerät nicht zu, einen ausreichend heißen Kleinen Schwarzen zuzubereiten. Ein Manko, das fast alle diese Geräte haben, denn der Weg für das in einem kleinen Boiler erhitzte Wasser durch die recht voluminöse Kunststoffbrüheinheit bis zum Auslass ist einfach zu lang, als dass es hier noch richtig heiß ankommen könnte.

          Alltagstaugliche Handhabung

          Während der von der Café Silenzio produzierte Espresso mit der Note „3 plus“ gut bedient ist, kann man mit der Qualität des „normalen“ Kaffees mehr als zufrieden sein. Das auch deshalb, weil dessen Zubereitung einfach und bequem ist. Sowohl Stärke als auch Menge können durch Drehen an Stellrädern präzise justiert werden. Hat man dennoch einmal zu wenig Flüssigkeit in der Tasse, startet man den Vorgang neu und kann ihn dann problemlos an jedem Punkt unterbrechen.

          Praktisch gelöst ist die Unterbringung des Wasserbehälters. Der wird von vorn in das Gerät gesteckt. Alternativ zum Betrieb mit ganzen Bohnen kann auch „Mahlkaffee“ verwendet werden. Der wird portionsweise oben in das Gerät gefüllt. Der dazu benötigte Messlöffel findet sich unter der Einfüllklappe.

          Praktisch: Herausnehmbare Brüheinheit

          Arbeitsintensiv ist das Zubereiten von Milchkaffee oder Cappuccino. Denn mit dem Aufschäumen der Milch ist es nicht getan. Das erledigt das Gerät auf Knopfdruck nach einer kleinen Wartezeit, die für die Dampfproduktion benötigt wird, mit gutem Resultat. Deutlich mehr Zeit nimmt das Reinigen des Milchaufschäumers in Anspruch, der nach jedem Benutzen gesäubert werden sollte, wenn man sich keine (hygienischen) Probleme einfangen will. Denn unmittelbar nach dem Aufschäumen der Milch ist das Dampfrohr zu heiß, um ohne Blessuren angepackt und fürs Auswaschen gelöst zu werden. Man muss also warten. Erst nach „ein paar Minuten“ ist es möglich, wie es in der Beschreibung heißt, den Aufschäumer abzuziehen, unter lauwarmem Wasser zu reinigen, seine Schaumdüsen auf Durchlässigkeit zu prüfen und das Teil anschließend wieder anzuschließen.

          Wem diese Schilderung kompliziert erscheint, der sei beruhigt. Denn wie bei den DeLonghi- und auch den Saeco-Maschinen kann die Brüheinheit beim Café Silenzio zum Reinigen aus dem Gerät genommen werden. Langwierige Reinigungsprogramme müssen also nicht gestartet werden. Das Gerät kostet in Schwarz 699, im eleganteren Silberdesign 799 Euro.

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