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Sportwagenhersteller : Früher mal Sportwagen

  • -Aktualisiert am

Mit der Einbettung in den VW-Konzern hat Porsche den Status eines Sportwagenherstellers verloren. Doch bislang hat die ungewollte Hochzeit mit Wolfsburg Zuffenhausen nicht geschadet.

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          Mit der Einbettung in den VW-Konzern hat Porsche den Status eines Sportwagenherstellers verloren. Das ist verschmerzbar, ob man als Marke oder Hersteller geführt wird, ist nicht so wichtig, Hauptsache man wird weiterhin als eigenständig wahrgenommen. Und bislang hat die ungewollte Hochzeit mit Wolfsburg Zuffenhausen nicht geschadet. Porsche rennt von Erfolg zu Erfolg und verkauft mehr Autos denn je. Nur sind es nicht mehr die Sportwagen, die reißenden Absatz finden, sondern vor allem der Geländewagen Cayenne, der sich verkauft wie warme Brötchen. Fast 117.000 Autos setzte Porsche im vergangenen Jahr ab, mehr als die Hälfte davon (59.873) waren Cayenne. Und der Panamera, die viertürige Coupé-Limousine, war mit 28.218 Einheiten fast ebenso stark wie der 911er (17.607) und der Boxster/Cayman (11.280) zusammen.

          Also damals alles richtig gemacht, Herr Wiedeking, muss man konstatieren, nur ist erstaunlich, wie schwach doch die kleinen Porsche gegenüber dem wesentlich teureren 911er laufen. 2010 betrug das Verhältnis 20.406 zu 12.348. Das mag mit einer der Gründe sein, warum der Baby-Porsche erst mal ad acta gelegt ist. Warum dem Kunden etwas preiswerteres offerieren, wenn er doch offensichtlich bereit ist, viel mehr Geld auszugeben? Mal sehen, wie das mit dem kleinen 4×4-Modell (Macan) klappt. Im Konzern setzt man derweil auf den vor allem von China, Amerika und Russland getriebenen Boom bei den Edel-Geländewagen. Sowohl Bentley als auch Lamborghini wollen jetzt auf den Geländewagen-Express aufspringen. Porsche sitzt im Führerstand.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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