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Sony, Nikon und Canon : Drei kleine Spiegelreflexkameras

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Die Sony RX-100
Die Sony RX-100 : Bild: F.A.Z.

Schnellste Verschlusszeiten sind bei der Canon und der Nikon 1/4000 Sekunde, bei der Sony 1/2000 Sekunde. Im Serienbildmodus schafft sie bis zu 10 Bilder je Sekunde, genauso viel wie die Canon, die noch einen Qualitätsmodus hat, in dem sie noch 5,2 Bilder je Sekunde erreicht. Am variantenreichsten ist die Serienbildfunktion bei der Coolpix P7700: In Standardeinstellung nimmt sie bis zu sechs Bilder mit einer Geschwindigkeit von acht Bildern je Sekunde auf. Dieses Tempo lässt sich in zwei Stufen drosseln. Außerdem erreicht die Nikon mit reduzierter Bildgröße und bei kürzeren Verschlusszeiten Geschwindigkeiten bis 60 oder 120 Bilder je Sekunde, mit denen in dem jeweiligen Modus sechzig Aufnahmen gemacht werden.

Dass alle drei Kameras Videos in HD-Qualität mit Stereo-Ton aufnehmen können, dass sie auf Wunsch Rohdaten speichern, Motivprogramme und Bildbearbeitungs-Funktionen besitzen, dass man eine Bildstabilisierung und Gesichtserkennung aktivieren kann, die Kameras aber auch alles allein machen lassen darf, ohne sich um die Ergebnisse zu sorgen, das soll nur einen Summenstrich ziehen: Alle drei Kameras haben alles an Bord, was sich ein - auch der anspruchsvolle - Fotofreund wünschen mag. Noch ein technisches Datum, mit dem gern Abgrenzungen vollzogen werden: Die ISO-Empfindlichkeit reicht bei der Nikon ISO 80 bis 1600 und lässt sich in einem Hochempfindlichkeits-Modus bis ISO 6400 steigern.

Die Nikon Coolpix P7700
Die Nikon Coolpix P7700 : Bild: F.A.Z.

Bei der Canon geht es von ISO 80 bis 12 800, und die Sony wählt selbst zwischen ISO 125 und 6400 und lässt ihren Benutzer zwischen ISO 80 und 25 600 wählen. Es ist selbstverständlich naiv, in diesen Zahlen so etwas wie die Höchstgeschwindigkeit eines Autos zu sehen: Wer meint, die Empfindlichkeit bis zum ISO-Grenzwert ausreizen zu müssen, darf sich nicht wundern, wenn die im unteren Empfindlichkeitsbereich bei allen drei Kameras sehr gute Bildqualität sich deutlich verringert. In diesem Punkt schlägt die Sony die beiden anderen.

Für wen ist aber welche die Richtige? Wenn man nicht nach dem Motto „Einmal Nikon, immer Nikon“ (oder Canon oder Sony) wählt, dann bietet die Canon Powershot G15 (knapp 520 Euro im Internet) den leichtesten Zugang, und das nicht nur für Besitzer einer EOS-Spiegelreflex. Sie fasst sich angenehm griffig an, gibt bedienungstechnisch keine Rätsel auf, hat und kann alles, was man braucht, einfach eine runde Sache. Die Nikon Coolpix P7700 (Internetpreis rund 420 Euro) ist ein deutliches Stück größer, liegt daher großen Händen perfekt in der Hand. Ihre sehr schön griffige Gummierung zieht leider auch den Staub geradezu magisch an. Die Nikon ist die Richtige für den, der die Komplexität seiner DSLR wirklich liebt und nicht nur billigend in Kauf nimmt. Die P7700 ist eher noch ein bisschen besser ausgestattet, oder anders ausgedrückt: Man kann an ihr noch mehr fein tunen als an den beiden anderen - oder schlicht herumspielen.

Die Sony Cybershot RX-100 (knapp 550 Euro im Internet) ist die erste Wahl, wenn es tatsächlich auf Kleinheit, also Transportabilität und exzellente Bildqualität ankommt. Sie ist fraglos sehr schick, aber deshalb ein wenig zu glatt, ihr Bedienkonzept mit dem Drehring ums Objektiv statt der vielen Rädchen etwa der Nikon ist gewöhnungsbedürftig. Und: Sie wirkt längst nicht so professionell wie die beiden anderen. Dafür sind ihre Ergebnisse von denen einer großen schweren Spiegelreflex kaum zu unterscheiden.

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