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Shitstorm : Sturm unter Kontrolle

  • -Aktualisiert am

Jetzt kommt der „Shitstorm“. Zumindest in den Duden, dorthin hat es der etwas anrüchige Begriff nun geschafft. Gemeint ist ein „Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internet“.

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          Jetzt kommt der „Shitstorm“. Zumindest in den Duden, dorthin hat es der etwas anrüchige Begriff nun geschafft. Gemeint ist ein „Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internet“. Einige Unternehmen scheinen sich besonders gut für solche virtuellen Wutausbrüche zu eignen. Die Telekom oder die Deutsche Bahn sind mit ihrem ungeschickten Auftreten stets ein willkommener Kandidat für kollektive Empörung. Auch bei Vodafone reicht bereits ein klitzekleiner Hinweis, um aus der nie erlöschenden Glut sofort hohe Flammen schlagen zu lassen.

          Je größer die Fallhöhe, desto lauter der Aufprall. Was auf Twitter mit einzelnen Signalraketen startet, wird später in den Medien richtig groß. Medien bringen die kritische Masse. Da gibt es brillante Autoren, die sich jeden Tag auf 140 Zeichen in Rage twittern, die mit ihrem scharfen analytischen Verstand alles und jeden sezieren und scheinbar keinen Konflikt auslassen. Ein Shitstorm lässt sich indes eindämmen, bevor er zum Flächenbrand wird. Dazu gehört vor allem die Fähigkeit, auf kleine und kleinste Schwingungen im Netz zu achten. Man muss mit der Öffentlichkeit und seinen Kunden kommunizieren können. So zeigt die Wutwelle im Netz, dass das bei manchen Unternehmen nicht oder nicht immer funktioniert.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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