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Rasieren mit Laser : Bartträger mit Ecken und Kanten gesucht

Rotlicht: Die Kante lang Bild: F.A.Z.

Philips bietet Männern Orientierung und integriert in den Bartschneider Series 9000 einen Laser. Ist die neue Funktion wirklich nützlich oder nur eine Spielerei?

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          Es klingt erst einmal vielversprechend. Der Bartschneider Series 9000 von Philips arbeitet mit „Laser-Guide-Technologie“. Damit werden nicht die Haare gekürzt. Der Laser dient als rote Hilfslinie, an der sich der Rasierende orientieren soll, damit die Kanten gerade werden. Er verlängert somit optisch links und rechts die Ebene, wo die Klinge ansetzt und die Haare fallen werden. Als Technikredakteur ist man neugierig, als Bartträger skeptisch. An einem roten dünnen Lichtstrahl entlangzurasieren, könnte einerseits eine Funktion der Zukunft sein. Doch andererseits fragt man sich, an welchen Stellen im Gesicht Bartträger eine so lange Gerade schneiden müssen, dass dafür ein Lineal in Form eines Lasers nötig wäre. Wir suchten vergeblich danach und klappten den Laser erst einmal wieder ein. Unter Berücksichtigung eines möglichen Minderheitsbarts folgte eine Bildersuche nach verschiedenen Formen bei Google. Dort taucht sehr selten ein Gesicht mit längeren geraden Bartkanten auf. Meist sind es zu dünnen Haarbahnen verlängerte Koteletten, die senkrecht bis zum Kinn laufen.

          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nun kostet der Series 9000 immerhin 140 Euro. Ein Teil des Preises verlangt Philips sicherlich für seine „Laser-Guide-Technologie“. Setzt man diese Funktion nicht ein, bleibt ein teurer Bartschneider übrig. Das ist schade, denn seine sonstigen Qualitäten überzeugen. Es beginnt mit dem wertigen Gehäuse, das griffig und mit der nötigen Schwere in der Hand liegt. Mit dem „Zoom-Wheel aus Aluminium“, das in der Mitte des Gehäuses sitzt, lassen sich komfortabel 17 Längen in 0,2 Millimeter kleinen Schritten von 0,4 bis 7 Millimeter Länge einstellen.

          Mehr Ausdauer gewünscht

          Das Rad rastet verlässlich ein, die Länge wird mit einer LED-Schrift oberhalb eingeblendet. Wie lange der Akku hält, zeigen nur drei leuchtende Streifen untereinander an. Eine ausführlichere Anzeige wäre hier praktisch. Auf die von Philips mit 80 Minuten angegebene Betriebszeit nach einer Stunde Ladung kam der Testrasierer nicht. Auch nach einer vollständigen Ladung hätten wir uns mehr Ausdauer gewünscht. Wie die meisten Bartschneider lässt sich der Series 9000 unter laufendem Wasser abwaschen.

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          Beim Trimmen gefällt das Philips-Gerät gut. Es pflügt mit dem Aufsatz angenehm durch den Bart, stutzt ihn gleichmäßig, ohne dass der Rasierende sehr vorsichtig sein muss. Abwechselnde Bewegungen mit und gegen den Strich kürzen den Bart auf die gewollte Länge. Ob das „integrierte Lift & Trim-System“, das „die Haare anhebt und so in die optimale Schneideposition“ führt, dafür verantwortlich ist, kann hier nicht bewiesen werden. Ebenso wenig, ob allein die „hautfreundlichen Klingen mit abgerundeten Spitzen“ bewirken, dass es keine Hautirritationen und Rötungen gibt.

          Die Series 9000 steht in direkter Konkurrenz zu unserem bisherigen Favoriten One Blade von Philips, der bisher für unsere Bartpflege verantwortlich ist. Dieser verliert seine Top-Position, was das großflächige Trimmen des Bartes betrifft. Der Series 9000 ist etwas breiter und somit effizienter. Es ist angenehmer, mit seinem Aufsatz durch die Haare zu gleiten. Dennoch muss der One Blade weiterhin antreten. Er wird dann eingewechselt, wenn die Konturen geschnitten werden. Dann ist dieser Bartschneider exakter, gründlicher und praktischer. Obwohl er ohne Laser-Guide-Technik auskommt.

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