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Schlusslicht : Selbstlose Retter

Die Wege der Energiewende sind voller Überraschungen. Hoffen wir mal, dass sie nicht ins Wasser fällt. Bild: dpa

Die Deutsche Umwelthilfe verhindert den nächsten Skandal. Und Elon Musk plagen nach 100 Millionen Dollar Spekulationsgewinn Selbstzweifel.

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          Sie sind bestimmt auch froh, dass auf jeder aufgerufenen Internetseite erst mal ein Warnhinweis auftaucht, den Sie natürlich ge­nau durchlesen, bevor Sie auf „Zu­stimmen“ oder „Akzeptieren“ drücken. Wie gut, dass selbstlose Juristen derart um unser Wohl besorgt sind, so können wir beruhigt durchs Leben surfen. Sagen Sie nicht, das sei Unfug. Es gibt einen in Deutschland ansässigen Autohersteller, der veröffentlicht gerade keine Verbrauchsangaben seines neu auf den Markt kommenden Modells, weil in einer Werbung für dasselbe in einem Social-Media-Kanal nicht sofort alle Verbrauchsangaben deutlich sichtbar waren. Das ist der Deutschen Umwelthilfe aufgefallen, die selbstredend nicht gezielt danach sucht, sondern im Rahmen ihrer Umwelthilfemission rein zufällig darüber gestolpert ist. Deswegen hat sie der Firma eine Abmahnung geschickt, zur freundlichen Erinnerung. Die einhergehende Gebühr lässt sich nicht vermeiden und wird sicher der Wiederaufforstung zugeführt.

          Holger Appel
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Zum Glück kümmert sich jemand um solch wichtige Dinge, sonst schafften wir nie, was sich die Bundesregierung unter Nachhilfe des Bundesverfassungsgerichts jetzt vorgenommen hat: Deutschland nämlich schon bis 2045 klimaneu­tral zu machen, fünf Jahre früher als geplant, und den Ausstoß an Treibhausgasen bis 2030 um 65 Prozent zu reduzieren statt bloß um 55. Dafür werden wir ein paar Dinge auf Strom umstellen müssen, Autos, Schiffe, Flugzeuge vielleicht, aber das geht locker, wie man bis zur Bundestagswahl hören wird. Auf grünen, selbstredend. Wobei uns Tesla-Chef Elon Musk, der größte Elektriker aller Zeiten, irritiert. Er hat, nachdem er 100 Millionen Dollar mit der Spekulation verdient hat, entdeckt, dass Kryptowährungen wie Bitcoin so viel elektrische Energie brauchen wie die Niederlande. Jetzt plagen ihn Selbstzweifel. Wir werden das lösen, mit unserer Photovoltaikanlage. Nur nicht mehr diese Woche, da hat es geregnet.

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