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Tech-Talk : Scheuers Fahrradland

  • -Aktualisiert am

In Ruhe radeln. Bild: ZB

Die Förderung der Infrastruktur, die der Radverkehr dringendst braucht, geht nur zäh voran. Das ist vom Norden bis zum Süden so.

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          Sie tun etwas, die Stadt, der Landkreis, sie tun etwas für den Radverkehr, gar keine Frage. Immer wieder sind im Lokalblatt strahlende Gesichter zu sehen und positive Nachrichten zu lesen: wenn neue Sicherheitsstreifen auf den Asphalt gepinselt werden oder ein touristischer Radwanderweg instand gesetzt wurde. Und heftig wogt der Streit im kommunalen Parlament: Soll eine vierspurige Allee tatsächlich links und rechts eine Spur für den Radverkehr abtreten? Dass diese Aktivitäten allem Schulterklopfen zum Trotz Stückwerk bleiben, mal hier, mal dort eine Maßnahme, das gehört ebenfalls zur Wirklichkeit.

          Die Förderung der Infrastruktur, die der Radverkehr dringendst braucht, geht nur zäh voran. Das ist vom Norden bis zum Süden so. Deshalb tun Namen auch wenig zur Sache: Die eine Stadt und ihr Nachbarkreis mögen etwas mehr Elan zeigen oder auch weniger, hier hat man ein Konzept, dort bastelt man noch an einem. Das Bild ist buntscheckig wie jeder föderale Flickenteppich und doch überall auch wieder ähnlich. Der gute und richtige Wille mag da sein. Doch die Umsetzung sind lauter kleine Schritte, das Vorankommen bleibt weit hinter der Zunahme des Radverkehrs zurück. Wie gut hat es da der Bundesverkehrsminister Scheuer: Der kann die Republik zum Fahrradland ausrufen und mit Millionen des Bundeshaushalts winken. Mit dem Bauen, das rasch auch stattlich erscheinende Beträge aufzehrt, mit der konkreten Umsetzung hat er kaum zu tun. Von Berliner Gipfelhöhen tönte schon vor der Präsentation des Nationalen Radverkehrsplans „NRVP 3.0“ der Minister: „Ich fordere alle auf, ihn jetzt vor Ort mit Leben zu füllen.“ Denn: „Radverkehr lebt in den Kommunen.“ Wie wahr, wie wahr.

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