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Satire und ihre Folgen : Erlogen

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Dank der vielen Hoaxe, der Masse an Stumpf- und Schwachsinn im Internet, wird dem auf Papier gedruckten Wort eher mehr vertraut als irgendetwas Dahergebloggtem.

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          Dank der vielen Hoaxe, der Masse an Stumpf- und Schwachsinn im Internet, wird dem auf Papier gedruckten Wort eher mehr vertraut als irgendetwas Dahergebloggtem. Verwirrend wird’s, wenn das Gedruckte aus den Flachwassern des Netzes gefischt wurde. Die an diese Stelle vor zwei Jahren veröffentlichte Glosse „Eiskalt erwischt“ zeigt das exemplarisch.

          Die war von A bis Z auch ohne die Einblendung „Vorsicht, Satire!“ nichts als Blödelei - einschließlich einer als Zitat eines Bürgermeisters ausgegebenen Torheit. Alles stammte aus der Interneteinladung zu dem karnevalesken Radrennen, das auch dieses Jahr wieder am ersten Septemberwochenende von Maikammer auf den Gipfel der Kalmit hinaufführt: kostümiert auf Klapprädern ohne Gangschaltung die achtprozentige Steigung hinauf.

          Ein rheinpfälzischer Journalist bezweifelte nun Inhalt und Authentizität des Zitats - völlig zu Recht! - und sollte mundtot gemacht werden mit dem Hinweis, es habe schließlich auf dieser Homepage gestanden. Was für ein Rumoren daraufhin in der weinseligen Provinz! Jede Menge Mails, in denen gar das Wort Gegendarstellung herumgeisterte. Zu guter Letzt: nichts als ein bisschen Werbung für den Radrummel am 5. September, wo dieses Jahr Vampire und andere Blutsäufer zum „Tanz der Scharniere“ laden. Mal sehen, wie sie das Licht des hellen Tages aushalten.

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