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Tech-Talk : Professionell

  • -Aktualisiert am

Das neue iPad Pro ist im Handel. Es ist eine Zäsur. Schneller als fast jedes Notebook wird aus dem Pro ein professionelles Arbeitssystem.

          Als der damalige Apple-Chef Steve Jobs 2010 das erste iPad vorstellte, war die Produktgattung eines Tabletcomputers nicht neu. Flache Rechner ohne Tastatur, die mit Fingergesten oder Stift und berührungsempfindlicher Anzeige bedient wurden, gab es schon lange. Microsoft-Gründer Bill Gates hatte gar 2001 vorhergesagt, dieser Gerätetypus werde bis 2006 marktführend.

          Das war falsch, die Produkte aus Redmond blieben in einer engen Nische stecken. Erst das iPad setzte die Idee, dass man mit einem besonders leichten und einfach zu bedienenden Computer die Welt des Internets und der Medien entspannt genießen könne, scheinbar perfekt um. Es waren Geräte für den individuellen Konsum mit der Maßgabe, auf Nutzung ausgerichtet zu sein, nicht auf Produktion und Kreation eigener Inhalte.

          Genau an diesem Punkt begann die erste Krise der iPads: Mit der Erkenntnis, dass man mit ihnen zwar einen Film ansehen, aber nicht das Geburtstagsvideo der Kinder schneiden kann, waren die Grenzen der Tablets offenkundig. Ein richtiger Rechner ist mit einem Tablet nicht zu ersetzen, lautete die Kritik. In den vergangenen Jahren hat Apple folglich die Fähigkeiten seiner iPads ausgebaut. Man kann eine Tastatur anstecken, mit einem Stift malen, mit Adaptern die Verbindung zur Kamera herstellen – und einiges mehr.

          Nun kommt morgen das neue iPad Pro in den Handel, es ist eine Zäsur: Schneller als fast jedes Notebook, bis zu einem Terabyte Speicher an Bord, mit der USB-Typ-C-Buchse offen für Peripherie aller Art, wird aus dem Pro ein professionelles Arbeitssystem, das kreatives Arbeiten kinderleicht machen soll. Das iPad Pro mit der Spiegelreflexkamera verbinden, Fotos und Filme importieren und auf dem Gerät schneiden, das alles gelang zumindest während der Pressevorführung in New York mit bemerkenswerter Leichtigkeit.

          Solch ein Hochleistungstablet lässt sich Apple allerdings mit hohen Preisen gut bezahlen: Mehr als 2000 Euro kostet die teuerste Variante, und man rechne mit einigen hundert Euro für sinnvolles Zubehör.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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