https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/ohne-mobilfunkdaten-lost-in-new-york-18326253.html

Ohne Mobilfunkdaten : New Land

In Amerika gelandet und gestrandet: Vodafone will uns partout keine Mobilfunkdaten liefern. Dann muss es halt ohne gehen – oder mit Internet von freien W-Lans.

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          „Wo bist du gerade Papa?“ „Irgendwo über dem Atlantik!“ Eine Whatsapp mit Bild in 10.000 Meter Höhe aus einer Boeing 747-8 zu verschicken ist immer noch faszinierend. Nur teuer ist der Service Flynet, Dauersurfen kostet 25 Euro. In New York dann am Boden der Tatsachen. Was die Telekom und Lufthansa über dem Atlantik schaffen, überfordert Vodafone auf Höhe null über dem Meeresspiegel. Das Smartphone findet zwar immer wieder eine Mobilfunkzelle. Aber die Internetdaten fließen stets mit Edge, also über einen der ältesten und langsamsten Mobilfunkstandards.

          Und eigentlich fließen sie gar nicht. Keine Mails, Whatsapps, Websites kommen auf dem Handy an. Es ist zum In-die-Luft-Gehen. Im Hotel und dessen WLAN dann die bittere Erkenntnis, dass die nächsten Tage in der Stadt, die niemals schläft, die Mobilfunkverbindung für Internetdaten immer ruhen wird. „Die technische Einschränkung“, wie Vodafone in seiner SMS mitteilt, gibt es für die Kunden schon seit Monaten, wie betroffene USA-Reisende in Foren klagen. Bis zum Rückflug mit sicherem Breitbandinternet sind es noch zwei Tage.

          Also rein in die freien WLANs der Hotels, Cafés, Museen oder Sehenswürdigkeiten. Es reicht meist sogar, draußen vor der Tür zu stehen. Oder die netten Kollegen mit T-Mobile-Vertrag fragen, ob sie mal kurz etwas googeln könnten. Es ist überhaupt eine gute Idee, mal mit Menschen zu reden, anstatt auf den Bildschirm zu starren. Am Tag des Rückfluges war dann noch Zeit für einen Besuch der Aussichtsplattform The Edge. Natürlich mit WLAN. „Wo bist du gerade Papa?“ „Ich stehe auf einer Höhe von 336 Metern, ich ruf dich gleich mal über den Videochat an.“

          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

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