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Nickel-Zink-Akku : Wegwerfpretiosen

Elektronik-Versender Conrad teilt mit, dank Nickel-Zink-Akkus mit Zellenspannung 1,6 Volt sei die Wegwerf-Batterie endgültig Vergangenheit.

          Ein Mensch, den nicht das allgegenwärtige Nachhaltigkeits-Gesums, sondern seine Charakterstruktur dazu verdammt, dass er nichts wegwerfen kann, merkt auf: Elektronik-Versender Conrad teilt mit, dank Nickel-Zink-Akkus mit Zellenspannung 1,6 Volt sei die Wegwerf-Batterie endgültig Vergangenheit. Man benötigt zu den Akkus angeblich wieder ein besonderes Ladegerät. Als ein rechter Akku-Manager, um nicht zu sagen -Coach mit Refresh- und Formier-Modus sortiert es schwache Akkus sofort „Error“ blinkend aus. Genau das passiert bei einem der neuen Akkus. Also wieder in den Laden an der Konstablerwache und völlig entspannter Umtausch.

          Rührender Trost vom Verkäufer: „Ich stecke da nicht drin.“ Der retournierte Akku geht wohl den Weg alles Irdischen. Und wie es im Leben so geht, wenn jemand vom Lande in die große Stadt kommt: Da wird gleich noch etwas anderes erledigt. Ist doch dieser Tage die Gummi-Augenmuschel von der Kamera auf Nimmerwiedersehen weggehopst. „Müssen wir bestellen“, sagt der Fotohändler. Klar, was kostet das? „29 Euro.“ Wie bitte? 29 Euro für ein Gummiteil, so groß wie ein Stückchen Schokolade? Aber so etwas kauft man doch auch nicht beim Fotohändler, sondern im Internet, sagt ein Fotofreund. - Vertut euch da bloß nicht: Im Internet will jemand einem das Teil für 54,60 Euro andrehen plus 4 Euro Versandkosten.

          Hans-Heinrich Pardey

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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