https://www.faz.net/-gy9-711df

Nexus 7 : Googles neuer Anlauf

  • -Aktualisiert am

Das neue Google-Tablet ist kein Angriff aufs iPad, sondern will ein Rivale des Kindle Fire von Amazon werden. Diese Entwicklung will Google stoppen, an Apple traut man sich wohl nicht heran.

          1 Min.

          Die Welt ist ein Tablet-PC: Gerade hatte Microsoft seinen Flachcomputer namens Surface vorgestellt, da zieht nun Google nach: Das Nexus 7 ist ein besonders kleiner Tablet-PC mit einer Bildschirmdiagonale von 18 Zentimeter und einer Auflösung von 1280 × 800 Pixel. Der Hersteller der Hardware ist Asus, und der Clou an diesem Gerät ist sein günstiger Preis: 200 Dollar verlangt Google für die kleinste Variante mit nur 8 Gigabyte Arbeitsspeicher, für 50 Dollar Aufpreis gibt es 16 Gigabyte. Eine Mobilfunkeinheit und eine Kamera auf der Rückseite fehlen. Nexus 7 wird nur in den Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien und Australien angeboten, und damit ist die Stoßrichtung klar: Das neue Google-Tablet ist kein Angriff aufs iPad, sondern will ein Rivale des Kindle Fire von Amazon werden.

          Der Fire ist das meistverkaufte Android-Tablet in Amerika. Jeder zweite Flachmann, der nicht von Apple kommt, ist ein Fire. Da sieht Samsung mit seinem Galaxy Tab blass aus. Der Fire wird in erster Linie als Lesegerät für elektronische Bücher und zum Medienkonsum beworben. Aber Android-Programme aus Amazons App Store lassen sich ebenfalls einsetzen, auf Umwegen läuft sogar das gesamte Android-Angebot. Amazon überzeugt jedoch nicht nur mit seiner Hardware. Auch das „Ökosystem“ stimmt. Wer einen Fire oder einen herkömmlichen Kindle hat, wird sogleich hineingezogen in diesen kinderleichten Prozess des Stöberns nach Büchern, des Kaufs mit einem Mausklick und der sofortigen Zustellung auf das Gerät. Der Versandbuchhändler wächst rasch, verfolgt eine aggressive Preisstrategie und baut sein Portfolio fortwährend mit neuen Produkten aus. Diese Entwicklung will Google stoppen, an Apples iPad traut man sich wohl nicht heran.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Folgen:

          Topmeldungen

          Johnson vs. Trump : Die Ironie des Brexits

          Eigentlich sollten die britisch-amerikanischen Beziehungen nach dem Brexit enger werden. Doch Boris Johnson legt sich gleich an drei Fronten mit dem amerikanischen Präsidenten Trump an – und bleibt auf Linie mit Berlin und Paris.

          Über Krebs sprechen : Mama, stirbst du jetzt?

          Eltern, die schwer krank werden, wollen das oft ihren Kindern verheimlichen, um sie nicht zu belasten. Doch schont das die Kinder wirklich?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.