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Michael Spehr (misp.)

Nexus 4 : Vier gewinnt

  • -Aktualisiert am

Am Dienstagmorgen startete der Verkauf des neuen Google-Smartphones „Nexus 4“. Bestellen konnten es nur wenige. Die künstliche Verknappung ist ein Marketinginstrument.

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          Das war wohl nichts. Am Dienstagmorgen startete der Verkauf des neuen Google-Smartphones „Nexus 4“, und wer (wie wir) zum Verkaufsstart stundenlang auf der virtuellen Lauer lag, wurde enttäuscht: Zwar konnte man das Objekt der Begierde in den elektronischen Einkaufswagen legen, aber beim Bezahlen streikten dann die Server von Google. Nach wenigen Minuten war das Nexus 4 ungeachtet dieser ärgerlichen Probleme ausverkauft. Google spricht davon, dass sie vom Ansturm „überwältigt“ wurden. Das ist natürlich Unfug. Die künstliche Verknappung ist ein Marketinginstrument, da wurde ein Hype entfacht, wie man ihn sonst nur von Apple kennt.

          Indes ist das Gerät alles andere als heiße Luft. Das von LG gefertigte Smartphone ist besonders schnell und extrem günstig. Schon für 300 Euro stand die kleine Variante mit 8 Gigabyte zum Verkauf, für den doppelten Speicher sind 350 Euro zu zahlen. Blickt man auf Ausstattung und technische Daten, ist der Preis eine kleine Revolution. Im Vergleich mit anderen Oberklasse-Boliden fehlen nur der Datenturbo LTE sowie die Option, den Speicher mit Micro-SD-Karten zu erweitern. Alles andere ist top.

          Das wichtigste Argument für die Experten heißt „Android pur“. Das Nexus 4 ist Googles Referenzgerät, es bringt als erstes Android 4.2 mit, und es gibt keine Basteleien am Betriebssystem, wie sie etwa Sony, Motorola oder HTC vornehmen. Das Nexus 4 ist in diesem Sinne das Maß aller Dinge.

          Wer im Kurzzeit-Verkauf leer ausgegangen ist, kann sich beim Warten auf die nächste Lieferung getrost zurücklehnen. Diejenigen Journalisten, die von Google ein Testgerät erhalten haben, beklagen nahezu einmütig die kurze Akku-Laufzeit. Dieser Androide muss zweimal am Tag an die Ladestation. Und nicht zuletzt entdeckten die Kollegen etliche Software-Probleme. Keine Frage, Google wird alsbald Updates nachschieben. Dann steht einer erfolgreichen Karriere nichts mehr im Weg.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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