https://www.faz.net/-gy9-74etv
Michael Spehr (misp.)

Nexus 4 : Vier gewinnt

  • -Aktualisiert am

Am Dienstagmorgen startete der Verkauf des neuen Google-Smartphones „Nexus 4“. Bestellen konnten es nur wenige. Die künstliche Verknappung ist ein Marketinginstrument.

          1 Min.

          Das war wohl nichts. Am Dienstagmorgen startete der Verkauf des neuen Google-Smartphones „Nexus 4“, und wer (wie wir) zum Verkaufsstart stundenlang auf der virtuellen Lauer lag, wurde enttäuscht: Zwar konnte man das Objekt der Begierde in den elektronischen Einkaufswagen legen, aber beim Bezahlen streikten dann die Server von Google. Nach wenigen Minuten war das Nexus 4 ungeachtet dieser ärgerlichen Probleme ausverkauft. Google spricht davon, dass sie vom Ansturm „überwältigt“ wurden. Das ist natürlich Unfug. Die künstliche Verknappung ist ein Marketinginstrument, da wurde ein Hype entfacht, wie man ihn sonst nur von Apple kennt.

          Indes ist das Gerät alles andere als heiße Luft. Das von LG gefertigte Smartphone ist besonders schnell und extrem günstig. Schon für 300 Euro stand die kleine Variante mit 8 Gigabyte zum Verkauf, für den doppelten Speicher sind 350 Euro zu zahlen. Blickt man auf Ausstattung und technische Daten, ist der Preis eine kleine Revolution. Im Vergleich mit anderen Oberklasse-Boliden fehlen nur der Datenturbo LTE sowie die Option, den Speicher mit Micro-SD-Karten zu erweitern. Alles andere ist top.

          Das wichtigste Argument für die Experten heißt „Android pur“. Das Nexus 4 ist Googles Referenzgerät, es bringt als erstes Android 4.2 mit, und es gibt keine Basteleien am Betriebssystem, wie sie etwa Sony, Motorola oder HTC vornehmen. Das Nexus 4 ist in diesem Sinne das Maß aller Dinge.

          Wer im Kurzzeit-Verkauf leer ausgegangen ist, kann sich beim Warten auf die nächste Lieferung getrost zurücklehnen. Diejenigen Journalisten, die von Google ein Testgerät erhalten haben, beklagen nahezu einmütig die kurze Akku-Laufzeit. Dieser Androide muss zweimal am Tag an die Ladestation. Und nicht zuletzt entdeckten die Kollegen etliche Software-Probleme. Keine Frage, Google wird alsbald Updates nachschieben. Dann steht einer erfolgreichen Karriere nichts mehr im Weg.

          Michael Spehr
          (misp.), Technik & Motor, Wirtschaft

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der deutsche Export boomt.

          Deutsche Industrie : Auf dem Weg in den Post-Corona-Boom

          Deutsche Autos und Maschinen sind wieder gefragt. Die Produktionserwartungen sind so gut wie seit 30 Jahren nicht. Doch Lieferengpässe bleiben ein Problem – vielleicht sogar länger als gedacht.

          Schwerpunktviertel Chorweiler : Wenn der Impfbus kommt

          Metin Yilmaz und seine Nachbarn im Hochhausviertel Chorweiler sind stärker gefährdet, sich mit Corona anzustecken. Die Stadt Köln hat deshalb die Impfreihenfolge aufgehoben. Ein Besuch bei der einmaligen Impfaktion.
          Eine Corona-Impfung mit dem Impfstoff von Biontech wird im Impfzentrum der Bundeswehr am Flughafen BER verabreicht, 1. Mai 2021.

          Einspruch exklusiv : Wege zur Herdenimmunität

          Um Herdenimmunität zu erreichen, werden sich mehr Menschen impfen müssen, als dazu bisher bereit sind. Die Politik sollte jetzt anfangen, über Lösungen nachzudenken, um weitere Schnellschüsse zu vermeiden. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.