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Neue Tablets vorgestellt : Samsungs Surface

Samsungs Galaxy Book 12“ soll dem Surface Pro 4 von Microsoft Konkurrenz machen. Bis zum Marktstart sind es aber noch rund drei Monate. Bild: Marco Dettweiler

Nach dem Note-7-Debakel setzt Samsung beim MWC ganz auf Tablets. Das Galaxy Book soll Microsofts Surface Pro Konkurrenz machen – der Preis hat es jedoch in sich.

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          „Der Drops ist gelutscht“, pflegte ein Kollege die letzten Jahre immer dann zu sagen, wenn Samsung ein Tag vor dem Mobile World Congress seine neuestes S-Modell auf seinem Unpacked-Event vorstellte. Nun ist es Sonntag in Barcelona, der Beginn des MWC steht unmittelbar bevor, doch der Drops ist dieses Mal nicht gelutscht. Weil die Koreaner aufgrund ihres Note-7-Debakels in der Entwicklung ihres Galaxy S8 etwas hinterherhinken – oder wegen des Akkus äußerst vorsichtig sein wollen –, verzichtet Samsung auf ein üppiges Unpacked-Event in diesem Jahr.

          Stattdessen gab es eine für Samsungs Verhältnisse überschaubare, klassische Pressekonferenz. An Selbstbewusstsein mangelt es den Koreanern weiterhin nicht. Wenn die Besucher des MWC schon nicht über ein neues Top-Smartphone staunen können, versucht Samsung wenigstens mit zwei neuen Tablets Maßstäbe zu setzen.

          Galaxy Tab S3

          Ob das mit neuen Galaxy Tab S3 gelingen wird, ist fraglich. Der Nachfolger des S2 ist zweifelsohne ein sehr gutes Tablet, das es mit den Top-Modellen von Apple, Huawei und anderen aufnehmen kann. Das Design stimmt: Rücken aus Gorilla-Glas, Rahmen aus Metall, mit sechs Millimeter schön dünn und mit zirka 430 Gramm angenehm leicht. Damit sieht es aus wie ein zu groß geratenes S6, weil es keine abgerundeten Kanten hat. Ansonsten würde es in der Formsprache den aktuellen Smartphone-Modellen entsprechen. Das Tab S3 ist schick, schnell und sehr solide verarbeitet.

          Das Galaxy Tab S3 hat ein Super-Amoled-Display mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln. Bilderstrecke
          Das Galaxy Tab S3 hat ein Super-Amoled-Display mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln. :

          Dass das Tab S3 die Käufer nicht unbedingt mit Arbeit oder Lektüre von längeren Artikeln auf dem Sofa fesseln soll, sondern mit dem Schauen von Filmen und dem Zocken von Spielen, erkennt man recht rasch, wenn man sich seine Funktionen anschaut. So sollen die vier Lautsprecher an den beiden kürzeren Kanten für entsprechenden Sound sorgen. Der Klang ist „tuned by AKG“, was eigentlich nur aussagt, dass Samsung nach dem Kauf von Harman, denen wiederum AKG gehörte, auf die neuen Ressourcen zugreift. Nach ein paar Minuten Probehören stellt sich kein Boah!-Erlebnis ein. Die Lautsprecher klingen halt völlig in Ordnung, was aufgrund der Bauweise von Tablets schon das Maximum ist. Das Super-Amoled-Display mit 2048 x 1536 Pixel Auflösung und einer Größe von 9,7 Zoll ist das eigentliche Pfund beim multimedialen Einsatz. Wie auch beim Vorgänger strahlen die Farben knackig und hell, die Kontraste sind deutlich, das Schwarz schön tief.

          Ob Samsung die Kritik an der recht kurzen Akkulaufzeit des Tab S2 gehört hat, muss sich erst noch zeigen. Den Akku haben die Koreaner nur ganz leicht auf 6000 mAh vergrößert. Als einziges Gerät unter den Neuvorstellungen kann das Tab S3 auch die europäische GPS-Konkurrenz Galileo empfangen. Erste Dienste des Satellitensystems hat die EU im vergangenen Dezember gestartet.

          Wie man die starke Konkurrenz am besten angreift, zeigen seit einigen Monaten die Chinesen. Sie bieten ausgezeichnete Qualität zum niedrigen Preis. In Korea zögert man mit diesem Verfahren noch etwas. Das Tab S3 wird in der W-Lan-Variante zirka 680 Euro kosten und liegt damit auf der gleichen Preisebene wie Apples iPad Pro. Lediglich beim Modell mit LTE-Modul, das zirka 770 Euro kosten wird, unterbietet Samsung den vergleichbaren iPad-Preis. Apple als Konkurrent ist dann aus dem Spiel, wenn der potentielle Käufer ein Tablet mit Android als Betriebssystem haben will. Dann dürfte Huawei der stärkste Konkurrent für Samsung sein.

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