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Huawei, Sony und LG : Alle gegen Samsung

  • -Aktualisiert am

Die Sony Xperia XZ Premium in seinen beiden Farbvarianten. Vorder- und Rückseite sind aus Glas. Bild: Marco Dettweiler

Das Top-Smartphone der Koreaner ist verspätet. Die Konkurrenten nutzen die Gunst der Stunde und präsentieren auf dem MWC neue Technik in gewohnten Gewändern. Ein Überblick.

          6 Min.

          In den vorherigen Jahren waren auf dem Mobile World Congress immer alle Augen auf Samsung gerichtet, weil die Koreaner am Sonntag vor der Messe ihr neues Flaggschiff der S-Reihe auf einem Unpacked-Event vorstellten. Das ist dieses Jahr ausgefallen, weil das Note-7-Debakel Spuren hinterließ. Samsung lässt sich noch etwas Zeit mit dem Galaxy S8. Das ist beste Gelegenheit für die Konkurrenz, die Blicke auf sich zu ziehen. Deshalb haben wir drei wichtige Konkurrenten auf dem MWC genauer angeschaut: Huawei, Sony und LG. Mit diesen Smartphones wollen sie Samsung Konkurrenz machen:

          Huawei P10 Plus

          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Über die unsägliche Pressekonferenz von Huawei haben wir schon berichtet. Endlich ging es am Stand nur um das Gerät. Die viel beworbenen Farben blau und grün sehen wirklich ziemlich schick aus, zusätzlich gibt es das Telefon noch in schwarz, silber und gold. Im Vergleich zum P9 hat sich das Gehäuse nicht viel verändert. Es ist weiterhin ein äußerst solide verarbeitetes Gerät, das mit seiner Form eine gewissen Ruhe ausstrahlt. Als einziges Gerät unter den hier vorgestellten Samsung-Konkurrenten ist Huaweis Smartphone übrigens nicht wasserdicht. Der Akku ist trotzdem fest verbaut.

          Für das Ausprobieren der Kamera blieb nicht viel Zeit. Der neue Porträt-Modus zeigt beim Fotografieren leicht Wirkung. Doch die Bokeh-Funktion, die das Mate 9 und andere Smartphones von Huawei haben, ist für solche Motive die eigentlich wesentliche. Um die Tiefenschärfe zu erreichen, kombiniert Huawei einen Schwarz-Weiß-Sensor mit 20 Megapixeln und ein Farbsensor mit 12 Megapixeln. Bei deren Entwicklung half erneut der deutsche Hersteller Leica mit. Eine F/1.8 Blende und ein optischer Bildstabilisator gehören außerdem noch mit zum Paket. Die Frontkamera löst mit 8 Megapixeln auf, mittlerweile ist das Standard bei den teureren Modellen.

          Das Huawei P10 Plus in der Frontansicht. Der Fingerabdrucksensor unter dem Display kann auch Gesten erkennen. Bilderstrecke
          Das Huawei P10 Plus in der Frontansicht. Der Fingerabdrucksensor unter dem Display kann auch Gesten erkennen. :

          Bei den inneren Werten hat sich im Vergleich zum P9 etwas mehr getan: Das 5,5 Zoll große Display löst nun endlich mit QHD (2560 x 1440 Pixel) auf. Im Gerät arbeitet der neue Kirin 960, eine Prozessor-Eigenentwicklung im High-End-Bereich. Ausgeliefert wird das P10 Plus mit Android 7.0. Die „Nougat“ genannte Version von Googles Betriebssystem ist die derzeit neueste, jedoch gibt es schon das Update 7.1.1, das Huawei leider noch nicht mitliefert.

          Das P10 Plus soll ab Anfang April verfügbar sein. Regulär bietet es einen internen Speicher von 64 GB und einen Arbeitsspeicher von 4 GB. Dafür werden schon happige 699 Euro fällig. Wer den Speicher verdoppeln und den Arbeitsspeicher auf 6 GB vergrößern möchte, muss noch einmal 100 Euro drauflegen. Huawei, das sich in der Vergangenheit unter anderem mit Kampfpreisen einen Namen machte, ist bei seinen Topmodellen auch preislich mit an die Spitze aufgerückt.

          Der Fingerabdrucksensor ist beim P10 Plus im Vergleich zum Vorjahresmodell auf die Vorderseite gewandert. Nutzer können darauf auch verschiedene Gesten ausführen. Der Akku fasst 3750 Miliampèrestunden (mAh) und besitzt eine von Huawei entwickelte Schnelladetechnologie. Das ist schade, denn die Funktion kann man nur mit Huaweis eigenen Ladegeräten nutzen. Den weiter verbreiteten Quick-Charge-Standard von Qualcomm unterstützt das P10 Plus nicht.

          Sony Xperia XZ Premium

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